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	<title>Kommentare zu: Wir machen weiter!</title>
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	<description>auch im Jahr 2010</description>
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		<title>Von: &#160; &#160; &#160; &#124;&#124;AP&#62;&#62; Bundesweiter Bildungsstreik 2009</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-9301</link>
		<dc:creator>&#160; &#160; &#160; &#124;&#124;AP&#62;&#62; Bundesweiter Bildungsstreik 2009</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 08:15:34 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Ein angekündigter Banküberfall, Zeit online↑ http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/↑ Aufruhr an den Universitäten, tagesschau.de vom 12. November 2009↑ Berichte über Besetzungen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ein angekündigter Banküberfall, Zeit online↑ <a href="http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/↑" rel="nofollow">http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/↑</a> Aufruhr an den Universitäten, tagesschau.de vom 12. November 2009↑ Berichte über Besetzungen [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Bildungsstreik goes SecondLife</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-8333</link>
		<dc:creator>Bildungsstreik goes SecondLife</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 12:47:55 +0000</pubDate>
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		<description>Nachdem schon fleißig Hochschulen besetzt und Straßen eingenommen wurden, möchten wir euch nun zum Bildungsstreik Workshop in SecondLife auffordern.

Unser Ziel ist es einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen, dass der Bildungsstreik auch ein Thema in der virtuellen Welt des Internets ist! Da viele Universitäten und Hochschulen 
e-learning Gruppen in SecondLife betreiben, sind wir uns sicher das wir auf ein großes Interesse stoßen werden. 
Unser Revolutionäres Zusammentreffen in SecondLife wird als Event dokumentiert und als Streikaktion im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks allen relevanten Pressestellen untergejubelt!
 
Die Teilnahme ist ganz einfach!

Kommt am 10.12.2009 um fünf vor zwölf (11.55 Uhr) auf unseren virtuellen Campus der HAW Hamburg und unterstützt unseren Streik!

Der Link mit dem man auf unseren Campus gelangt:

http://slurl.com/secondlife/Campus%20Finkenau/113/101/24

Es ist noch nicht zu spät für gute Bildung!

Wir zählen auf euch! 

Gruß aus Hamburg
Euer SecondLife Bildungsstreikteam</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem schon fleißig Hochschulen besetzt und Straßen eingenommen wurden, möchten wir euch nun zum Bildungsstreik Workshop in SecondLife auffordern.</p>
<p>Unser Ziel ist es einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen, dass der Bildungsstreik auch ein Thema in der virtuellen Welt des Internets ist! Da viele Universitäten und Hochschulen<br />
e-learning Gruppen in SecondLife betreiben, sind wir uns sicher das wir auf ein großes Interesse stoßen werden.<br />
Unser Revolutionäres Zusammentreffen in SecondLife wird als Event dokumentiert und als Streikaktion im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks allen relevanten Pressestellen untergejubelt!</p>
<p>Die Teilnahme ist ganz einfach!</p>
<p>Kommt am 10.12.2009 um fünf vor zwölf (11.55 Uhr) auf unseren virtuellen Campus der HAW Hamburg und unterstützt unseren Streik!</p>
<p>Der Link mit dem man auf unseren Campus gelangt:</p>
<p><a href="http://slurl.com/secondlife/Campus%20Finkenau/113/101/24" rel="nofollow">http://slurl.com/secondlife/Campus%20Finkenau/113/101/24</a></p>
<p>Es ist noch nicht zu spät für gute Bildung!</p>
<p>Wir zählen auf euch! </p>
<p>Gruß aus Hamburg<br />
Euer SecondLife Bildungsstreikteam</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Max Bieber</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-8094</link>
		<dc:creator>Max Bieber</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 13:21:31 +0000</pubDate>
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		<description>Anstatt zu streiken solltet IHR lieber eine PARTEI gründen und versuchen, ins Parlament gewählt zu werden, um dort EURE Ziele durchzusetzen!!!

FORDERUNG nach einem BILDUNGSFRÜHLING für NRW!
Appell zur Gründung einer BILDUNGSPARTEI.NRW!!!

These 1: 
Ein Bildungsstreik führt zu keinen Veränderungen im Bildungsbereich. Der Bildungsstreik und die Gremienarbeit an Schulen und in den Hochschulen zur Verbesserung von Forschung und Lehre sind als gescheitert anzusehen.


These 2: 
Bildungspolitik ist Ländersache (KITA -&gt; Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW // Schule -&gt; Schulministerium NRW // Hochschulen -&gt; Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie). Die etablierten Parteien (CDU, FDP, SPD, Grüne, Linke) sind auf Landesebene nicht willens oder in der Lage die Bildungspolitik nachhaltig zu verbessern. Auch Institutionen wie die GEW waren in der Vergangenheit nicht in der Lage die Bildungspolitik nachhaltig zu verbessern.


These 3: 
Wer bildungspolitische Änderungen in NRW erreichen will, muss Einfluss auf die Legislative gewinnen. Dieser Einfluss ist unmittelbar nur bei Wahlen möglich, d.h. in NRW am 09.05.2010.


These 4:
Die Wahl der Oppositionsparteien (SPD, Grüne, Linke) bei der kommenden Landtagswahl wird keine Änderungen im Bildungsbereich herbeiführen. Auch diese Parteien sind zu sehr anderen Interessengruppen verpflichtet.


These 4:
Nur durch die Gründung und Wahl einer BILDUNGSPARTEI.NRW (oder wie auch immer sie heißen soll) haben alle an Bildung Interessierten dauerhaft eine Stimme im Parlament und können langfristig Druck ausüben, die Stimme erheben und Veränderungen herbeiführen!

Am 09.05.2010 sind Landtagswahlen in NRW. Bis zum 22.03.2010 kann eine Partei beim Landeswahlleiter zur Wahl angemeldet werden! Nur durch eine zukünftige eigene parlamentarische Vertretung im Landtag NRW können im demokratischen Prozess die Interessen der an Bildung Interessierten nachhaltig wirkungsvoll vertreten werden!!

Also…
NICHT Streiken!
SONDERN: Zusammenkommen, eine Partei gründen, ein Partei- und Wahlprogramm aufstellen, 1000 Unterschriften sammeln und diese Partei mit der gleichen Kraft bewerben mit der jetzt gestreikt wird! Dann sind der Partei 5% bei der Landtagswahl sicher!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anstatt zu streiken solltet IHR lieber eine PARTEI gründen und versuchen, ins Parlament gewählt zu werden, um dort EURE Ziele durchzusetzen!!!</p>
<p>FORDERUNG nach einem BILDUNGSFRÜHLING für NRW!<br />
Appell zur Gründung einer BILDUNGSPARTEI.NRW!!!</p>
<p>These 1:<br />
Ein Bildungsstreik führt zu keinen Veränderungen im Bildungsbereich. Der Bildungsstreik und die Gremienarbeit an Schulen und in den Hochschulen zur Verbesserung von Forschung und Lehre sind als gescheitert anzusehen.</p>
<p>These 2:<br />
Bildungspolitik ist Ländersache (KITA -&gt; Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW // Schule -&gt; Schulministerium NRW // Hochschulen -&gt; Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie). Die etablierten Parteien (CDU, FDP, SPD, Grüne, Linke) sind auf Landesebene nicht willens oder in der Lage die Bildungspolitik nachhaltig zu verbessern. Auch Institutionen wie die GEW waren in der Vergangenheit nicht in der Lage die Bildungspolitik nachhaltig zu verbessern.</p>
<p>These 3:<br />
Wer bildungspolitische Änderungen in NRW erreichen will, muss Einfluss auf die Legislative gewinnen. Dieser Einfluss ist unmittelbar nur bei Wahlen möglich, d.h. in NRW am 09.05.2010.</p>
<p>These 4:<br />
Die Wahl der Oppositionsparteien (SPD, Grüne, Linke) bei der kommenden Landtagswahl wird keine Änderungen im Bildungsbereich herbeiführen. Auch diese Parteien sind zu sehr anderen Interessengruppen verpflichtet.</p>
<p>These 4:<br />
Nur durch die Gründung und Wahl einer BILDUNGSPARTEI.NRW (oder wie auch immer sie heißen soll) haben alle an Bildung Interessierten dauerhaft eine Stimme im Parlament und können langfristig Druck ausüben, die Stimme erheben und Veränderungen herbeiführen!</p>
<p>Am 09.05.2010 sind Landtagswahlen in NRW. Bis zum 22.03.2010 kann eine Partei beim Landeswahlleiter zur Wahl angemeldet werden! Nur durch eine zukünftige eigene parlamentarische Vertretung im Landtag NRW können im demokratischen Prozess die Interessen der an Bildung Interessierten nachhaltig wirkungsvoll vertreten werden!!</p>
<p>Also…<br />
NICHT Streiken!<br />
SONDERN: Zusammenkommen, eine Partei gründen, ein Partei- und Wahlprogramm aufstellen, 1000 Unterschriften sammeln und diese Partei mit der gleichen Kraft bewerben mit der jetzt gestreikt wird! Dann sind der Partei 5% bei der Landtagswahl sicher!!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bildungsstreik-heidelberg</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-7987</link>
		<dc:creator>bildungsstreik-heidelberg</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 22:52:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungsstreik.net/?p=1374#comment-7987</guid>
		<description>http://www.bildungsstreik-hd.de/
bitte in die liste adden!

Landesweite Demo BW
Stuttgart: Samstag 21.11.09 14:30h HBF</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bildungsstreik-hd.de/" rel="nofollow">http://www.bildungsstreik-hd.de/</a><br />
bitte in die liste adden!</p>
<p>Landesweite Demo BW<br />
Stuttgart: Samstag 21.11.09 14:30h HBF</p>
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		<title>Von: bildungsstreik-mannheim</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-7986</link>
		<dc:creator>bildungsstreik-mannheim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 22:49:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungsstreik.net/?p=1374#comment-7986</guid>
		<description>http://www.bildungsstreik-mannheim.de/</description>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: till stepping</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-7906</link>
		<dc:creator>till stepping</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 08:44:40 +0000</pubDate>
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		<description>Flaschenpost:
Angesichts des Zustandes unseres Planeten und der Aussichten für uns Menschen auf ihm (von den Tieren ganz zu schweigen), fassten wir vor einigen Jahren den Entschluss, all unser kreatives Potential einem grundlegenden Wandel unserer Lebenswelt zu widmen, anstatt weiterhin als Rohstofflieferanten einem scheinheiligen, in unzähliger Hinsicht fragwürdigem Kunstbetrieb zu dienen. 
Leitgedanken und Handlungsalternativen eines so veränderten Kunstschaffens fließen seither in einen sich ständig erweiternden Text ein, der die offene Geschichte einer alternativen Lebenskunst beschreibt und auf dessen Grundlage wir bis heute viele Impulse setzen konnten: so etwa die Erschließung neuer subkultureller Räume, die zu einer Belebung der ästhetischen Erfahrung des Alltags beitragen oder auch zahlreiche Schreiben an Entscheidungsträger des Kulturbetriebs, die wir mit konkreten Handlungsalternativen dazu auffordern, ihr Potential zur Umsetzung der von ihnen propagierten humanistischen Kultur endlich auch auszuschöpfen.

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie sehr wir uns freuen über die aktuell stattfindende &quot;Bewegung&quot; verschiedener, sich zusammentuender kreativer Interessensgruppen, die der phantasielosen Ökonomisierung unseres Alltags entgegen schreitet.  
Wir sind geradezu aus dem Häuschen und schöpfen mal wieder eine ganze Ladung Mut und Hoffnung; und dieses mal umso mehr, da eine unverändert doppelbödige Kulturvermittlung diese Bewegung als eine geschlossene, unterschiedliche Interessen und Kräfte bündelnde ins öffentliche Bewußtsein rückt.
Und nach so vielen in den Mühlen des Systems zerriebenen Bewegungen, hoffen wir sehr, dass diese nun wirklich stark genug ist, dass hier nun vielleicht etwas angestoßen wird, dass über den Erhalt einiger subkultureller Räume und über wenige, kaum ausreichende Kompromisslösungen zu Problemen der Stadtentwicklung oder zur Bildungsmisere hinaus gehen wird...
Und wir sind daher angesichts der fortbestehenden Zerstörung unserer Lebenswelt ein weiteres Mal mutig genug, nichts anderes aufzurufen als einen grundlegenden Wandel der noch immer auf Wachstum und Leistungsprinzip (u.a.) ausgerichteten Gesellschaftssysteme.
Denn ein so grundlegender Wandel, der vielen von uns vielleicht nicht allzu drängend und notwendig vorkommt, da die existentiellen Probleme, mit welchen die große Mehrheit der Erdbevölkerung tagtäglich konfrontiert wird, unseren Alltag noch nicht erreicht haben, ist dennoch das Gebot der Stunde; daran gibt es mit nüchternem Blick auf die Fakten und tatsächlichen Entwicklungen globaler Dynamiken nichts zu deuteln; und all denjenigen, die einen solchen Wandel als nicht notwendig und irreal darstellen, fehlt es an Achtung gegenüber unsrer Natur, sowie an Verantwortung den nachkommenden Generationen gegenüber.

Sicher: unzählige lokale Bewegungen überall auf der Welt bewirken bereits viel Gutes und allerorten stattfindende Aktionen und Zusammenkünfte alternativer Kräfte vergrößern den Druck auf die Machthaber bestehender Systeme. 
Doch wirklich Ausschlaggebendes für unsere Gesellschaften, grundlegend veränderte Bedingungen für die Lebensweisen der so genannten Wohlstandsregionen und Länder der dritten Welt oder verbindliche Übereinkünfte zu einem konsequenten Schutz der natürlichen Ressourcen dieses Planeten bleiben nach wie vor aus. Daran ändern Friedensnobelpreisträger die sich vor Klimakonferenzen zusammensetzen, um Forderungen zu stellen ebenso wenig wie Bestseller von Staatsmännern und etliche noch so aufrüttelnde Kunstwerke engagierter Projekte.
Und wir befürchten, dass auch die aktuell stattfindende &quot;Bewegung&quot; nicht ausreichen wird, da sie nicht entschlossen und nachhaltig genug eine gemeinsame Absicht vertritt, die so viele Menschen wie möglich miteinander vereinen könnte, um ihr Potential für eine sozial und ökologisch klügere Welt zu entfalten; wir befürchten, dass hier erneut &quot;nur&quot; bestimmte Interessen (die Abschaffung des Bachelor-Studienganges, der Erhalt alternativer Kulturräume, mehr Lohn für Metaller etc.) vertreten werden oder die üblichen saisonalen Streiks auflodern, um danach im eigenen Qualm zu ersticken; dass also auch hier wieder &quot;nur&quot; verschiedene Gruppen ihre je eigenen Rechte einigermaßen wirksam einfordern, ohne den dahinter stehenden alternativen und umfassenden Lebensentwurf in den Vordergrund zu stellen, dessen Umsetzung alleine die jeweiligen Interessen und Rechte der protestierenden Menschen voll gewährleisten könnte.
In dieser Hinsicht ist es wenig hilfreich, wenn die Medien diese Bewegung in hohem Bogen aufbauschen, Vergleiche mit der 68er Bewegung ziehen oder einen“herannahenden Epochenwechsel“ sehen, während die große Mehrheit der Studierenden weiterhin die von den Lehrenden angebotenen Veranstaltungen besucht oder die allermeisten Künstler als Rohstofflieferanten weiterhin den Kunstmarkt mit hohlen Phrasen überschütten und überhaupt alles, vor allem jene repressive Toleranz der Medien, wie gewohnt weiterläuft, während wir also ein weiteres Mal mit großer Aufmerksamkeit ruhig gestellt werden und sich die Geistesarbeiter der etablierten Kulturorgane ein ruhiges Gewissen von der Seele schreiben....

Und so ist zu befürchten, dass dieser so bedeutende Entwurf einer sozial und ökologisch klugen Welt weiterhin nur als Randerscheinung und Trostpflaster, ja manchmal auch als Alibi und fauler Kompromiss in allzu kleinen Nischen unserer Gesellschaften realisiert wird; und dass wir uns weiterhin damit zufrieden geben, unsere je eigenen Interessen so weit es eben geht durchzuboxen, während wir genau wissen, dass die uns leitende Idee dahinter, jener umfassende Lebensentwurf einer besseren Welt heute unumgänglich ist, und dass dieser Entwurf nur dann in dieser überkomplexen Welt realisierbar ist, wenn wir alle unsere Interessen zusammennehmen und bündeln, wenn wir den mehr denn je dringenden Wandel im Großen und Ganzen als ein übergeordnetes, gemeinsames Ziel  den unterschiedlichen lokalen Interessen als wesentliche Forderung zur Seite stellen.

Denn die vielen Forderungen und Absichten der verschiedenen Gruppen können heute allein genommen nicht mehr wirksam genug umgesetzt werden, da alles miteinander zusammen hängt; und sie können ehedem nur dann ausreichend umgesetzt werden, wenn sie mit umfassenden Veränderungen in all den anderen Bereichen einher gehen, sodass wir eine bessere Bildung nur dann bekommen werden, wenn wir die Ökonomisierung der Arbeitswelt überwinden und wir im Besonderen nur dann wesentlich mehr Lehrpersonal erreichen, wenn bspw. Rüstungsausgaben oder Rettungspakete für bankrotte Banken neu überdacht werden; oder aber dass sich eine gerechte Verteilung von Ressourcen nur dann einstellt, wenn wir allzu starre Denkmuster und Bewußtseinsinhalte aufgeben (das heißt eine veränderte Kulturvermittlung schaffen), wir kulturelle Freiräume nur dann schaffen, wenn wir gleichsam die Rechte der Bürger erweitern, wir den Schutz der Person gewährleisten, wenn wir das Leistungsprinzip und die Entfremdung vieler Arbeitsfelder ändern, wir eine harmonische Beziehung zur Natur entfalten, wenn wir gleichsam wesentliche Bedingungen des Systems verändern, wir eine gesunde Gesellschaft werden, wenn wir für mehr Spiritualität im Alltag kämpfen. 
Und wir werden Frieden haben, wenn wir unsere Wirtschaft umgestalten und Atombomben vernichten, wenn wir Atomkraft überflüssig machen, Ressourcen sparen, wenn wir unser Bewußtsein erweitern, eine authentische Kultur durch eine freie Bildung.... 
Und wollen wir nur eines dieser Ziele erreichen, so müssen wir all diese Ziele kreuz und quer miteinander verbinden zu einem einzigen Gefüge, einem einfach zu lesendem Bild, das uns die Möglichkeiten zu Veränderungen im Allgemeinen so wie im Besonderen klar vor Augen führt. Wir müssen begreifen, dass wir das eine nur verändern können, wenn wir das andere gleichsam mit verändern.
Also bezieht sich unsere Freude, unsere Hoffnung und unser Mut auf eine - vielleicht  ja gerade entstehende - sehr viel größere, gemeinsame und in ihrer Vielfalt zur Einheit findende Bewegung hin zu einem tiefgreifenden Wandel, bzw. zu einer nunmehr unumgänglichen Evolution unserer Kultur; und wir hoffen, dass diese Bewegung über eine virtuelle Vernetzung hinaus zu einer tatkräftigen, großen und real handelnden Gemeinschaft wächst;
denn so wie ihr wollen auch wir eine Welt schaffen, in der wir wieder Achtung vor der Natur gewinnen und die wir unseren Kindern und Enkeln mit ruhigem Gewissen überlassen können; eine gemeinsame Welt, in der die für uns so typische Einheit von Sinneswahrnehmung, Bedürfnis, Wollen und Handeln wiederhergestellt wird, in der die ästhetische Bildung die natürliche Einheit und freie Entfaltung der Person wieder gewährleistet und in der wir im Bewußtsein unserer Zusammengehörigkeit wieder friedlich miteinander leben können.

Und um dies zu erreichen dürfen wir uns nicht länger auf Politik und Wirtschaft verlassen und müssen alles daran setzen, solche Veränderungen kraft einer von den Menschen getragenen Kultur zu schaffen.
Daher müssen wir zunächst den gesamten Kulturbetrieb, seine Institutionen der Vermittlung und Verwaltung tiefgreifend umgestalten, um die ausreichenden Mittel zu haben, mit denen wir solche Veränderungen auch auf den Alltag der Menschen übertragen können. Wir müssen eine Kraft werden, die nicht zuletzt auch durch die ästhetische Erfahrung (so wie sie J. Dewey in &quot;Kunst als Erfahrung&quot; beschreibt) sozial und ökologisch kluge Lebensformen für die gesamte Wirklichkeit bildet.....

Denn wer, wenn nicht wir als freie Kreative können das, was Wissenschaftler an alternativen Lebensmodellen entwickelt haben, in ersten Schritten verwirklichen. Wer, wenn nicht wir sind unabhängig genug, um einen Anfang zu wagen, um mit einer Vielzahl von kreativen Aktionen unablässig zu einer veränderten Kultur beizutragen, indem wir zuallererst den Dialog, sowie die Kooperationen mit ihren Entscheidungsträgern vorantreiben.
Wer, wenn nicht wir kennen die Zugänge zu den Räumen der Öffentlichkeit  (zur bewußtseinsbildenden Kulturvermittlung), um den möglichen Wandel nicht nur darzustellen, sondern konkret auch zu beschleunigen.
Denn wir sind die Künstler auf dem Feld der Kommunikation, auf dem wir die Vorstellung einer besseren Welt säen, deren Früchte wir auch ernten können. Wir sind es, die noch frei genug sind, um die vielen Arbeitsschritte bis dahin auch zu wagen.
Und wir jedenfalls dürfen uns mit dem Erhalt mancher unabhängiger Kulturräume, mit einigen Kompromisslösungen zur Bildungsmisere oder mit wenigen Verbesserungen von Arbeitsbedingungen nicht zufrieden geben, sondern müssen die Voraussetzungen schaffen für eine Bewegung, die mit gebündelten Kräften nunmehr die Ursachen bekämpft und mit der Gewissheit einer erschöpften, uns alle bedrohenden Natur entschlossen für einen grundlegenden Wandel eintritt... 

Die kulturelle Evolution ist hierbei der Weg und sie ist unser Kunstwerk!

Diese Verantwortung müssen wir nun tragen, nachdem wir so lange Zeit all unsere Werke in den isolierten Räumen einer elitären Kunstwelt gezeigt haben, nachdem wir uns ausgegrenzt haben und es uns am Rand des Systems nicht selten mit Staates Unterstützung gemütlich gemacht haben, nachdem all unsere subkulturellen Räume endlich auch legal wurden und somit allzu oft als Instrumente einer staatlichen Rechtfertigungsideologie des Weiter-so dienten, nach all den Bildungsstreiks, die die Ökonomisierung der Universitäten dennoch nicht aufhalten konnten.
Aber auch nach all dem Spaß der Straßenschlachten und nach all den unseren Geist  verwirrenden Diskursen, liegt es nun endlich an uns, um  diesem ganzen vernebelten Zeitgeist des irrsinnigen, wirtschaftlichen Wachstums mit gemeinsamen Kräften Einhalt zu gebieten; nur eben dieses Mal nicht mit Gewalt, Gegen - und Subkultur oder einem verlogenen Gang durch die Institutionen, sondern dieses Mal, indem wir die Lehren aus unserer Geschichte konsequent und mit Bedacht in einer realistischen Alternative zusammenführen, sowie in gemeinsame Handlungen überführen, die trotz ihrer notwendigen Vielfalt an nur einem Strang ziehen.
Denn wir brauchen diese eine gebündelte Idee, die wir den üblichen Vorwürfen der Totalität und Freiheitsbegrenzung nicht aussetzen müssen, wenn wir gleichsam kraft unserer Kreativität und Imagination jene Vielfalt der ersten Schritte mit der Forderung nach einem grundlegendem Wandel unserer Lebenswelt aufs Engste miteinander verbinden, wenn wir Zentralität und Dezentralität sich ergänzen lassen und wenn wir zeigen, dass wir als je eigene, freie Individuen zu einer harmonischen Gemeinschaft fähig sind ....   


Dieser notwendigerweise noch lose Zusammenhang, der hier beschrieben ist, ergibt sich aus der Idee einer offenen Geschichte. Sie müssen wir wieder machen, nachdem dass Geschichtsverständnis der Aufklärung vom unendlichen Fortschritt und der Realisierung der besten aller Welten Lügen gestraft wurde und vielerorts das Ende der Geschichte proklamiert wird;
denn was uns bleibt, nachdem die Zeit des materiellen Wohlstands die Ideengeschichte nun endlich besiegt hat und die Versprechen der Moderne den Kapazitäten dieses Planeten nicht mehr entsprechen, ist alleine die Konzeption, nein vielmehr das mutige Hineintreten in diese offene Geschichte, ... eine Geschichte, die auf den Gedanken einer  zentralen Lösung und zwangsläufigen Entwicklung zu einem Endpunkt, der das Glück für alle bereithielte, in jedem Fall verzichtet.
Denn sie ist keine Heilsgeschichte oder folgt einem politischen System, sie treibt vielmehr im Fluß des natürlichen Daseins, ist desillusioniert und versucht pragmatisch vorzugehen, auf Erfahrungen zu bauen, von Altem und Bewährtem zu lernen, vorsichtig einen Fuß vor den anderen zu setzen und doch auch zu experimentieren, um neue Lebensmöglichkeiten ausfindig zu machen, die auf einer Wiederherstellung der Beziehung zwischen Mensch und Natur beruhen.
Eine authentische Kunst (und mit ihr vor allem auch die Geistesarbeiter einer oftmals nur scheinheilig um die Welt besorgten Kulturvermittlung) kann nicht mehr umher, ihr volles Potential für eine so harmonische Welt auszuschöpfen, und sie vermag genau dies zu gewährleisten, indem sie auf einer kreativen, erfinderischen Ebene ein Können im Sinne der Erschließung jener Möglichkeiten ist.
Allen voran die Imagination ist dabei ihr wichtigstes Mittel.

Und wir richten daher nun abschließend folgende - aus einer Vielzahl nur schwerlich ausgewählte - Handlungsvorschläge vor allem an Eure Vorstellungskraft, welche die Möglichkeit dieses Kunstwerkes der kulturellen Evolution uns allen erschließen kann:



Was, wenn wir diese beginnende Bewegung konsequent fortführen würden, wenn es uns gelingen würde Stars und Persönlichkeiten des Kulturbetriebs, unabhängige Künstler, Studenten, unzufriedene Arbeitnehmer und Hartz 4 Empfänger, süchtige Kinder und kaum entlohnte Mütter, Freiheitskämpfer und politisch Verfolgte, Naturschützer und Menschenrechtler u.v.a.m. hinter der einen Idee einer grundlegend veränderten Lebenswelt zu vereinen?
Wie wäre es, wenn wir einen Entwurf erarbeiten würden, der aufgrund einer Zusammenfassung der zahlreichen wissenschaftlichen Lösungsvorschläge zu globalen und nationalen Missständen gleichzeitig auch erste für die Menschen einfach nachvollziehbare Schritte hin zu einer konsequenten Umsetzung dieser Lösungsvorschläge fordern würde; einen Entwurf, der uns zwar eine Vorstellung vom Ganzen gibt, aber immer auch die Voraussetzungen und ersten konkreten Handlungen in den Vordergrund stellt.

Was, wenn wir die nur vermeintlich unüberwindbare Komplexität und Eigendynamik des Weltgeschehen überwinden könnten und die Einfachheit unseres natürlichen Daseins in möglichen Lebensformen ästhetisch darstellen könnten; wenn wir den Menschen die Entscheidung zu so veränderten Lebensformen leicht machen würden, wenn wir aus der verwirrenden Unübersichtlichkeit der überall geforderten Lösungen eine verständliche und umsetzbare Lebenskunst im Sinne der offenen Geschichte filtern würden...

Wie wäre es, wenn wir hierüber einen intensiven Dialog mit den Entscheidungsträgern des Kulturbetriebs führen würden, und wenn wir gleichsam auch einen Entwurf für einen veränderten Kulturbetrieb erarbeiten würden, der jene ersten Schritte einer produktiven Zusammenarbeit zwischen uns und den Entscheidungsträgern aufzeigt.

Was, wenn wir Kultur gemeinsam als Etwas vermitteln könnten, das der Arbeit von uns allen entspricht, wenn wir die so hohen, alleine im Schein einer polierten Kulturindustrie aufblitzenden Werte in den Alltag der Menschen integrieren könnten und wir mittels der Kulturvermittlung erste Forderungen hierzu öffentlich machten.

Was, wenn wir diesbezüglich zunächst einmal einen verantwortungsbewussten und solidarischen Kulturbetrieb einfordern würden und insbesondere eine gerechte Umverteilung kultureller Ressourcen, ein Grundeinkommen für alle (Kunstschaffenden), wirtschaftsunabhängige Strukturen des Betriebs, ein dezentralisiertes und kostenloses Kulturangebot und viele andere veränderte sozio-ökonomische Kreisläufe bestimmen könnten?
Was, wenn die vielen etablierten Kulturschaffenden - dem Druck einer inneren Einsicht folgend - ihren heiligen Worten auch Taten folgen ließen, wenn sie all den Mechanismen einer fragwürdigen Kulturindustrie, der repressiven Toleranz, einer faulen Rechtfertigungsideologie und Selbstbeglaubigung und dergleichen den Rücken zukehren würden, wenn sie insbesondere nicht mehr länger auf teure Kunst durch Eindruckstechnik setzen oder die Mehrfachbeschäftigung und-bezahlung von Kulturstars fördern würden, wenn sie auf bloße Polarisierung und Doppelmoral verzichten würden....
und wenn die Entscheidungsträger uns daraufhin ebenso gesellschaftsrelevante Räume ermöglichten wie einer den Zeitgeist bloß widerspiegelnden, hohlen und überspannten Kunst?  

Was wäre erreicht, wenn der gesamte Kulturbetrieb auf vielfältige Weise die hier gemeinte Lebenskunst vertreten würde, wenn etwa all die vielen Kulturstars medienwirksam einen konsequenten ökologisch und sozial klugen Lebenswandel vollziehen würden, wenn die Organe der Kulturvermittlung in einer solidarischen Ausdrucksbewegung die Möglichkeit und Notwendigkeit einer grundlegend veränderten Lebenswelt darstellen würde?

Wie wirksam könnte eine Kultur sein, die nicht mehr länger einer bloßen Instrumentalisierung und Ideologisierung der bestehenden Gesellschaftssysteme dient (gerade die subversiven, antikapitalistischen und radikalen Werke des etablierten Kunstschaffens sind ja hierbei paradoxerweise dienlich, indem sie geduldet, ja gefördert von einer repressiven Toleranz des Staates in einer künstlerischen Parallelwelt das Fortbestehen des Systems nicht gefährden und aufgehoben im Lifestyle zur Rechtfertigung einer verlogenen Elite beitragen) und vielmehr die real existierenden, unabhängigen Künste in der Stadt und auf dem Land unterstützen würden? 

Was, wenn wir unablässig und öffentlich den Dialog suchten, um mit solchen begründeten Forderungen den Kulturbetrieb zu den nötigen Veränderungen zu bewegen, wenn wir zunächst also all unsere kooperativen Möglichkeiten ausschöpften, um in einer produktiven Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern des Kulturbetriebs eine neue von Politik und Wirtschaft unabhängige Kultur zu schaffen, deren gemeinsame Haltung wir in den Alltag der Menschen übertragen könnten?
Wie sehr könnte eine so veränderte Kultur positiv Einfluss nehmen auf die Bildungsmisere, auf untragbare Verhältnisse der Arbeitswelt, sowie auf die gesamte, irrsinnige - unserer natürlichen Ressourcen weiterhin ausbeutende - Lebenswelt?

Wie notwendig wäre es - insofern diese auf den Dialog gründende Kooperation scheitern würde - wenn wir alles versuchten, um mehr Menschen zu mobilisieren (denn wenn die Medien heute von einem “erstaunlich breiten Bündnis“ oder von einer „kraftvollen Massenbewegung“ sprechen, so täuscht dies über die Realität hinweg und wir sollten es vermeiden, uns auf diesen Lorbeeren auszuruhen, da ja genau durch diese vorgetäuschte Wirksamkeit sich alle wieder ganz schnell beruhigen und im Großen und Ganzen alles weiter läuft wie zuvor...), wenn wir also schon heute versuchten, wirklich Massen zu mobilisieren, wenn wir produktiv mit den großen Menschen + Naturrechtsorganisationen zusammenarbeiten würden, aber auch beispielsweise mit Globalisierungsgegnern, mit europäischen Kulturbetrieben, mit dem Europäischen Sozialforum + Gewerkschaftsbund, mit Arbeitslosenvereinigungen, sowie mit europäischen Schüler und Studierendennetzwerken, um für jenen grundlegenden Wandel zu kämpfen, der alleine die konsequente Umsetzung der Interessen der einzelnen Gruppen gewährleisten kann !?
Was, wenn wir somit schon heute (denn sind die Missstände wirklich so gering, dass  wir alle paar Jährchen in einer Art rituellem Aktivismus unserer Wut Platz schaffen, um danach mit fauler Vernunft den Alltag wie gehabt weiterzuleben??) entschlossen die Voraussetzungen für einen europaweiten Generalstreik schaffen würden?

Was, wenn wir mit langem Atem all die Entscheidungsträger der Kultur oder aber Bildungsträger wie Professoren und Lehrer von jener so offenliegenden Notwendigkeit zum Wandel überzeugen könnten? 
Würden sie dann nicht vielleicht ihr Potential (ihre macht) erkennen, Politik und Wirtschaft unter Druck zu setzen...? 

Wie wirksam könnte es aber auch schon sein, wenn zumindest alle Kulturschaffenden und Künstler in einen Generalstreik eintreten würde und alles Kulturschaffen - und im besten Fall auch die gesamte Kulturvermittlung - lahm legen würden (denn wer, wenn nicht sie sind noch unabhängig genug, um zu einer solchen freien, kraftvollen und die Zusammenhänge kund tuenden Solidarität zu finden)?
Würden dann nicht viele Menschen ernsthaft ins Grübeln geraten und die vielen hohen Werte der Kultur neu überdenken oder aber zum Anlass für entschiedenes Handeln nehmen?

Was, wenn wir für eine unbestimmte Zeit all unsere Ego-Projekte mal beiseite schieben würden und darüber hinaus Ämter für Kunst und Wissenschaften, Museen, Universitäten, Zeitungsredaktionen und geldverschleudernde Staatsopern und dergleichen besetzen würden?
Wenn wir hierfür nicht nur die Unterschriften oder die kurzweilige, öffentliche Präsenz von Kulturstars gewinnen könnte, sondern wenn wir hierfür einen „Hype“, eine Sogkraft entfalten könnten, die uns alle gleichsam erfassen würde, sodass auch all die vor sich hin jammernden oder aus wirtschaftlichen Gründen vernünftig dahin schwafelnden und werkelnden Kulturstars der 68er Generation mal wieder in die Puschen kommen....?

Wie wirksam könnte eine solche Generationen übergreifende Bewegung sein, die nun all die Absichten des heutigen Kulturschaffens endlich und wirksam in handelnde Identifikationen sich entfaltender Menschen, aber gleichsam in eine Geschichte machende Gemeinschaft überträgt? 
Wie groß ist bereit der Wunsch unseres kollektiven (Unter-) Bewußtseins dazu? 

Was, wenn an die Stelle von Produktion und Macht  Kreativität und Kunst treten würde, wenn wir die „Front der Evolution“ (G. Bateson) von unseren ökonomisch-technischen zu unseren seelisch-geistigen Fähigkeiten verschieben würden? 

Was, wenn wir bereits existierenden unabhängige Inseln alternativer Lebensformen ausweiten würden, wenn wir entsprechende Autonomiebestrebungen in Stadt und Land miteinander verknüpfen könnten, wenn wir eine Gemeinschaft von Landwirten, Handwerkern, Wissenschaftlern, Ärzten und Künstlern, von Menschen und Tieren (…) bilden könnten, um die Notwendigkeit einer alternativen Lebenswelt auch in größerem Maßstab als möglich den Menschen vorzuleben?

Welche Triebkraft könnte es erreichen, wenn alle Kulturtragenden und Schaffenden beginnen würden, ein konsequent sozial und ökologisch kluges Leben zu führen? 
Oder aber wie wäre es, wenn eine wie oben beschriebene, gemeinsam hinter der Idee des grundlegenden Wandels stehende Bewegung sich als Partei zur Wahl stellen würde? Wenn Stars und angesehene Personen des öffentlichen Lebens gemeinsam mit Wissenschaftlern, Künstlern, Naturschützern und Menschenrechtler etc. einen notwendigen und gleichermaßen möglichen alternativen Lebensentwurf in der Öffentlichkeit entschlossen vertreten würden? ….. 

           
Weitere Vorstellungen, so etwa von massenhaft gestellten Anträgen zur Aussetzung der Prüfungsordnungen, vom Boykott der Eintrittspreise für Museen, von einer ungefragten Gestaltung der Stadträume durch die Bürger und unzählige weitere Vorstellungen von Eigeninitiative und zivilem Ungehorsam wären hier noch aufzuzählen, und sie wären ebenso wie die hier bereits beschriebenen Vorstellungen erst wirklich bedeutsam, wenn ihr sie im Sinne der offenen Geschichte ergänzen und weiter entwickeln würdet.....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Flaschenpost:<br />
Angesichts des Zustandes unseres Planeten und der Aussichten für uns Menschen auf ihm (von den Tieren ganz zu schweigen), fassten wir vor einigen Jahren den Entschluss, all unser kreatives Potential einem grundlegenden Wandel unserer Lebenswelt zu widmen, anstatt weiterhin als Rohstofflieferanten einem scheinheiligen, in unzähliger Hinsicht fragwürdigem Kunstbetrieb zu dienen.<br />
Leitgedanken und Handlungsalternativen eines so veränderten Kunstschaffens fließen seither in einen sich ständig erweiternden Text ein, der die offene Geschichte einer alternativen Lebenskunst beschreibt und auf dessen Grundlage wir bis heute viele Impulse setzen konnten: so etwa die Erschließung neuer subkultureller Räume, die zu einer Belebung der ästhetischen Erfahrung des Alltags beitragen oder auch zahlreiche Schreiben an Entscheidungsträger des Kulturbetriebs, die wir mit konkreten Handlungsalternativen dazu auffordern, ihr Potential zur Umsetzung der von ihnen propagierten humanistischen Kultur endlich auch auszuschöpfen.</p>
<p>Könnt Ihr Euch vorstellen, wie sehr wir uns freuen über die aktuell stattfindende &#8220;Bewegung&#8221; verschiedener, sich zusammentuender kreativer Interessensgruppen, die der phantasielosen Ökonomisierung unseres Alltags entgegen schreitet.<br />
Wir sind geradezu aus dem Häuschen und schöpfen mal wieder eine ganze Ladung Mut und Hoffnung; und dieses mal umso mehr, da eine unverändert doppelbödige Kulturvermittlung diese Bewegung als eine geschlossene, unterschiedliche Interessen und Kräfte bündelnde ins öffentliche Bewußtsein rückt.<br />
Und nach so vielen in den Mühlen des Systems zerriebenen Bewegungen, hoffen wir sehr, dass diese nun wirklich stark genug ist, dass hier nun vielleicht etwas angestoßen wird, dass über den Erhalt einiger subkultureller Räume und über wenige, kaum ausreichende Kompromisslösungen zu Problemen der Stadtentwicklung oder zur Bildungsmisere hinaus gehen wird&#8230;<br />
Und wir sind daher angesichts der fortbestehenden Zerstörung unserer Lebenswelt ein weiteres Mal mutig genug, nichts anderes aufzurufen als einen grundlegenden Wandel der noch immer auf Wachstum und Leistungsprinzip (u.a.) ausgerichteten Gesellschaftssysteme.<br />
Denn ein so grundlegender Wandel, der vielen von uns vielleicht nicht allzu drängend und notwendig vorkommt, da die existentiellen Probleme, mit welchen die große Mehrheit der Erdbevölkerung tagtäglich konfrontiert wird, unseren Alltag noch nicht erreicht haben, ist dennoch das Gebot der Stunde; daran gibt es mit nüchternem Blick auf die Fakten und tatsächlichen Entwicklungen globaler Dynamiken nichts zu deuteln; und all denjenigen, die einen solchen Wandel als nicht notwendig und irreal darstellen, fehlt es an Achtung gegenüber unsrer Natur, sowie an Verantwortung den nachkommenden Generationen gegenüber.</p>
<p>Sicher: unzählige lokale Bewegungen überall auf der Welt bewirken bereits viel Gutes und allerorten stattfindende Aktionen und Zusammenkünfte alternativer Kräfte vergrößern den Druck auf die Machthaber bestehender Systeme.<br />
Doch wirklich Ausschlaggebendes für unsere Gesellschaften, grundlegend veränderte Bedingungen für die Lebensweisen der so genannten Wohlstandsregionen und Länder der dritten Welt oder verbindliche Übereinkünfte zu einem konsequenten Schutz der natürlichen Ressourcen dieses Planeten bleiben nach wie vor aus. Daran ändern Friedensnobelpreisträger die sich vor Klimakonferenzen zusammensetzen, um Forderungen zu stellen ebenso wenig wie Bestseller von Staatsmännern und etliche noch so aufrüttelnde Kunstwerke engagierter Projekte.<br />
Und wir befürchten, dass auch die aktuell stattfindende &#8220;Bewegung&#8221; nicht ausreichen wird, da sie nicht entschlossen und nachhaltig genug eine gemeinsame Absicht vertritt, die so viele Menschen wie möglich miteinander vereinen könnte, um ihr Potential für eine sozial und ökologisch klügere Welt zu entfalten; wir befürchten, dass hier erneut &#8220;nur&#8221; bestimmte Interessen (die Abschaffung des Bachelor-Studienganges, der Erhalt alternativer Kulturräume, mehr Lohn für Metaller etc.) vertreten werden oder die üblichen saisonalen Streiks auflodern, um danach im eigenen Qualm zu ersticken; dass also auch hier wieder &#8220;nur&#8221; verschiedene Gruppen ihre je eigenen Rechte einigermaßen wirksam einfordern, ohne den dahinter stehenden alternativen und umfassenden Lebensentwurf in den Vordergrund zu stellen, dessen Umsetzung alleine die jeweiligen Interessen und Rechte der protestierenden Menschen voll gewährleisten könnte.<br />
In dieser Hinsicht ist es wenig hilfreich, wenn die Medien diese Bewegung in hohem Bogen aufbauschen, Vergleiche mit der 68er Bewegung ziehen oder einen“herannahenden Epochenwechsel“ sehen, während die große Mehrheit der Studierenden weiterhin die von den Lehrenden angebotenen Veranstaltungen besucht oder die allermeisten Künstler als Rohstofflieferanten weiterhin den Kunstmarkt mit hohlen Phrasen überschütten und überhaupt alles, vor allem jene repressive Toleranz der Medien, wie gewohnt weiterläuft, während wir also ein weiteres Mal mit großer Aufmerksamkeit ruhig gestellt werden und sich die Geistesarbeiter der etablierten Kulturorgane ein ruhiges Gewissen von der Seele schreiben&#8230;.</p>
<p>Und so ist zu befürchten, dass dieser so bedeutende Entwurf einer sozial und ökologisch klugen Welt weiterhin nur als Randerscheinung und Trostpflaster, ja manchmal auch als Alibi und fauler Kompromiss in allzu kleinen Nischen unserer Gesellschaften realisiert wird; und dass wir uns weiterhin damit zufrieden geben, unsere je eigenen Interessen so weit es eben geht durchzuboxen, während wir genau wissen, dass die uns leitende Idee dahinter, jener umfassende Lebensentwurf einer besseren Welt heute unumgänglich ist, und dass dieser Entwurf nur dann in dieser überkomplexen Welt realisierbar ist, wenn wir alle unsere Interessen zusammennehmen und bündeln, wenn wir den mehr denn je dringenden Wandel im Großen und Ganzen als ein übergeordnetes, gemeinsames Ziel  den unterschiedlichen lokalen Interessen als wesentliche Forderung zur Seite stellen.</p>
<p>Denn die vielen Forderungen und Absichten der verschiedenen Gruppen können heute allein genommen nicht mehr wirksam genug umgesetzt werden, da alles miteinander zusammen hängt; und sie können ehedem nur dann ausreichend umgesetzt werden, wenn sie mit umfassenden Veränderungen in all den anderen Bereichen einher gehen, sodass wir eine bessere Bildung nur dann bekommen werden, wenn wir die Ökonomisierung der Arbeitswelt überwinden und wir im Besonderen nur dann wesentlich mehr Lehrpersonal erreichen, wenn bspw. Rüstungsausgaben oder Rettungspakete für bankrotte Banken neu überdacht werden; oder aber dass sich eine gerechte Verteilung von Ressourcen nur dann einstellt, wenn wir allzu starre Denkmuster und Bewußtseinsinhalte aufgeben (das heißt eine veränderte Kulturvermittlung schaffen), wir kulturelle Freiräume nur dann schaffen, wenn wir gleichsam die Rechte der Bürger erweitern, wir den Schutz der Person gewährleisten, wenn wir das Leistungsprinzip und die Entfremdung vieler Arbeitsfelder ändern, wir eine harmonische Beziehung zur Natur entfalten, wenn wir gleichsam wesentliche Bedingungen des Systems verändern, wir eine gesunde Gesellschaft werden, wenn wir für mehr Spiritualität im Alltag kämpfen.<br />
Und wir werden Frieden haben, wenn wir unsere Wirtschaft umgestalten und Atombomben vernichten, wenn wir Atomkraft überflüssig machen, Ressourcen sparen, wenn wir unser Bewußtsein erweitern, eine authentische Kultur durch eine freie Bildung&#8230;.<br />
Und wollen wir nur eines dieser Ziele erreichen, so müssen wir all diese Ziele kreuz und quer miteinander verbinden zu einem einzigen Gefüge, einem einfach zu lesendem Bild, das uns die Möglichkeiten zu Veränderungen im Allgemeinen so wie im Besonderen klar vor Augen führt. Wir müssen begreifen, dass wir das eine nur verändern können, wenn wir das andere gleichsam mit verändern.<br />
Also bezieht sich unsere Freude, unsere Hoffnung und unser Mut auf eine &#8211; vielleicht  ja gerade entstehende &#8211; sehr viel größere, gemeinsame und in ihrer Vielfalt zur Einheit findende Bewegung hin zu einem tiefgreifenden Wandel, bzw. zu einer nunmehr unumgänglichen Evolution unserer Kultur; und wir hoffen, dass diese Bewegung über eine virtuelle Vernetzung hinaus zu einer tatkräftigen, großen und real handelnden Gemeinschaft wächst;<br />
denn so wie ihr wollen auch wir eine Welt schaffen, in der wir wieder Achtung vor der Natur gewinnen und die wir unseren Kindern und Enkeln mit ruhigem Gewissen überlassen können; eine gemeinsame Welt, in der die für uns so typische Einheit von Sinneswahrnehmung, Bedürfnis, Wollen und Handeln wiederhergestellt wird, in der die ästhetische Bildung die natürliche Einheit und freie Entfaltung der Person wieder gewährleistet und in der wir im Bewußtsein unserer Zusammengehörigkeit wieder friedlich miteinander leben können.</p>
<p>Und um dies zu erreichen dürfen wir uns nicht länger auf Politik und Wirtschaft verlassen und müssen alles daran setzen, solche Veränderungen kraft einer von den Menschen getragenen Kultur zu schaffen.<br />
Daher müssen wir zunächst den gesamten Kulturbetrieb, seine Institutionen der Vermittlung und Verwaltung tiefgreifend umgestalten, um die ausreichenden Mittel zu haben, mit denen wir solche Veränderungen auch auf den Alltag der Menschen übertragen können. Wir müssen eine Kraft werden, die nicht zuletzt auch durch die ästhetische Erfahrung (so wie sie J. Dewey in &#8220;Kunst als Erfahrung&#8221; beschreibt) sozial und ökologisch kluge Lebensformen für die gesamte Wirklichkeit bildet&#8230;..</p>
<p>Denn wer, wenn nicht wir als freie Kreative können das, was Wissenschaftler an alternativen Lebensmodellen entwickelt haben, in ersten Schritten verwirklichen. Wer, wenn nicht wir sind unabhängig genug, um einen Anfang zu wagen, um mit einer Vielzahl von kreativen Aktionen unablässig zu einer veränderten Kultur beizutragen, indem wir zuallererst den Dialog, sowie die Kooperationen mit ihren Entscheidungsträgern vorantreiben.<br />
Wer, wenn nicht wir kennen die Zugänge zu den Räumen der Öffentlichkeit  (zur bewußtseinsbildenden Kulturvermittlung), um den möglichen Wandel nicht nur darzustellen, sondern konkret auch zu beschleunigen.<br />
Denn wir sind die Künstler auf dem Feld der Kommunikation, auf dem wir die Vorstellung einer besseren Welt säen, deren Früchte wir auch ernten können. Wir sind es, die noch frei genug sind, um die vielen Arbeitsschritte bis dahin auch zu wagen.<br />
Und wir jedenfalls dürfen uns mit dem Erhalt mancher unabhängiger Kulturräume, mit einigen Kompromisslösungen zur Bildungsmisere oder mit wenigen Verbesserungen von Arbeitsbedingungen nicht zufrieden geben, sondern müssen die Voraussetzungen schaffen für eine Bewegung, die mit gebündelten Kräften nunmehr die Ursachen bekämpft und mit der Gewissheit einer erschöpften, uns alle bedrohenden Natur entschlossen für einen grundlegenden Wandel eintritt&#8230; </p>
<p>Die kulturelle Evolution ist hierbei der Weg und sie ist unser Kunstwerk!</p>
<p>Diese Verantwortung müssen wir nun tragen, nachdem wir so lange Zeit all unsere Werke in den isolierten Räumen einer elitären Kunstwelt gezeigt haben, nachdem wir uns ausgegrenzt haben und es uns am Rand des Systems nicht selten mit Staates Unterstützung gemütlich gemacht haben, nachdem all unsere subkulturellen Räume endlich auch legal wurden und somit allzu oft als Instrumente einer staatlichen Rechtfertigungsideologie des Weiter-so dienten, nach all den Bildungsstreiks, die die Ökonomisierung der Universitäten dennoch nicht aufhalten konnten.<br />
Aber auch nach all dem Spaß der Straßenschlachten und nach all den unseren Geist  verwirrenden Diskursen, liegt es nun endlich an uns, um  diesem ganzen vernebelten Zeitgeist des irrsinnigen, wirtschaftlichen Wachstums mit gemeinsamen Kräften Einhalt zu gebieten; nur eben dieses Mal nicht mit Gewalt, Gegen &#8211; und Subkultur oder einem verlogenen Gang durch die Institutionen, sondern dieses Mal, indem wir die Lehren aus unserer Geschichte konsequent und mit Bedacht in einer realistischen Alternative zusammenführen, sowie in gemeinsame Handlungen überführen, die trotz ihrer notwendigen Vielfalt an nur einem Strang ziehen.<br />
Denn wir brauchen diese eine gebündelte Idee, die wir den üblichen Vorwürfen der Totalität und Freiheitsbegrenzung nicht aussetzen müssen, wenn wir gleichsam kraft unserer Kreativität und Imagination jene Vielfalt der ersten Schritte mit der Forderung nach einem grundlegendem Wandel unserer Lebenswelt aufs Engste miteinander verbinden, wenn wir Zentralität und Dezentralität sich ergänzen lassen und wenn wir zeigen, dass wir als je eigene, freie Individuen zu einer harmonischen Gemeinschaft fähig sind &#8230;.   </p>
<p>Dieser notwendigerweise noch lose Zusammenhang, der hier beschrieben ist, ergibt sich aus der Idee einer offenen Geschichte. Sie müssen wir wieder machen, nachdem dass Geschichtsverständnis der Aufklärung vom unendlichen Fortschritt und der Realisierung der besten aller Welten Lügen gestraft wurde und vielerorts das Ende der Geschichte proklamiert wird;<br />
denn was uns bleibt, nachdem die Zeit des materiellen Wohlstands die Ideengeschichte nun endlich besiegt hat und die Versprechen der Moderne den Kapazitäten dieses Planeten nicht mehr entsprechen, ist alleine die Konzeption, nein vielmehr das mutige Hineintreten in diese offene Geschichte, &#8230; eine Geschichte, die auf den Gedanken einer  zentralen Lösung und zwangsläufigen Entwicklung zu einem Endpunkt, der das Glück für alle bereithielte, in jedem Fall verzichtet.<br />
Denn sie ist keine Heilsgeschichte oder folgt einem politischen System, sie treibt vielmehr im Fluß des natürlichen Daseins, ist desillusioniert und versucht pragmatisch vorzugehen, auf Erfahrungen zu bauen, von Altem und Bewährtem zu lernen, vorsichtig einen Fuß vor den anderen zu setzen und doch auch zu experimentieren, um neue Lebensmöglichkeiten ausfindig zu machen, die auf einer Wiederherstellung der Beziehung zwischen Mensch und Natur beruhen.<br />
Eine authentische Kunst (und mit ihr vor allem auch die Geistesarbeiter einer oftmals nur scheinheilig um die Welt besorgten Kulturvermittlung) kann nicht mehr umher, ihr volles Potential für eine so harmonische Welt auszuschöpfen, und sie vermag genau dies zu gewährleisten, indem sie auf einer kreativen, erfinderischen Ebene ein Können im Sinne der Erschließung jener Möglichkeiten ist.<br />
Allen voran die Imagination ist dabei ihr wichtigstes Mittel.</p>
<p>Und wir richten daher nun abschließend folgende &#8211; aus einer Vielzahl nur schwerlich ausgewählte &#8211; Handlungsvorschläge vor allem an Eure Vorstellungskraft, welche die Möglichkeit dieses Kunstwerkes der kulturellen Evolution uns allen erschließen kann:</p>
<p>Was, wenn wir diese beginnende Bewegung konsequent fortführen würden, wenn es uns gelingen würde Stars und Persönlichkeiten des Kulturbetriebs, unabhängige Künstler, Studenten, unzufriedene Arbeitnehmer und Hartz 4 Empfänger, süchtige Kinder und kaum entlohnte Mütter, Freiheitskämpfer und politisch Verfolgte, Naturschützer und Menschenrechtler u.v.a.m. hinter der einen Idee einer grundlegend veränderten Lebenswelt zu vereinen?<br />
Wie wäre es, wenn wir einen Entwurf erarbeiten würden, der aufgrund einer Zusammenfassung der zahlreichen wissenschaftlichen Lösungsvorschläge zu globalen und nationalen Missständen gleichzeitig auch erste für die Menschen einfach nachvollziehbare Schritte hin zu einer konsequenten Umsetzung dieser Lösungsvorschläge fordern würde; einen Entwurf, der uns zwar eine Vorstellung vom Ganzen gibt, aber immer auch die Voraussetzungen und ersten konkreten Handlungen in den Vordergrund stellt.</p>
<p>Was, wenn wir die nur vermeintlich unüberwindbare Komplexität und Eigendynamik des Weltgeschehen überwinden könnten und die Einfachheit unseres natürlichen Daseins in möglichen Lebensformen ästhetisch darstellen könnten; wenn wir den Menschen die Entscheidung zu so veränderten Lebensformen leicht machen würden, wenn wir aus der verwirrenden Unübersichtlichkeit der überall geforderten Lösungen eine verständliche und umsetzbare Lebenskunst im Sinne der offenen Geschichte filtern würden&#8230;</p>
<p>Wie wäre es, wenn wir hierüber einen intensiven Dialog mit den Entscheidungsträgern des Kulturbetriebs führen würden, und wenn wir gleichsam auch einen Entwurf für einen veränderten Kulturbetrieb erarbeiten würden, der jene ersten Schritte einer produktiven Zusammenarbeit zwischen uns und den Entscheidungsträgern aufzeigt.</p>
<p>Was, wenn wir Kultur gemeinsam als Etwas vermitteln könnten, das der Arbeit von uns allen entspricht, wenn wir die so hohen, alleine im Schein einer polierten Kulturindustrie aufblitzenden Werte in den Alltag der Menschen integrieren könnten und wir mittels der Kulturvermittlung erste Forderungen hierzu öffentlich machten.</p>
<p>Was, wenn wir diesbezüglich zunächst einmal einen verantwortungsbewussten und solidarischen Kulturbetrieb einfordern würden und insbesondere eine gerechte Umverteilung kultureller Ressourcen, ein Grundeinkommen für alle (Kunstschaffenden), wirtschaftsunabhängige Strukturen des Betriebs, ein dezentralisiertes und kostenloses Kulturangebot und viele andere veränderte sozio-ökonomische Kreisläufe bestimmen könnten?<br />
Was, wenn die vielen etablierten Kulturschaffenden &#8211; dem Druck einer inneren Einsicht folgend &#8211; ihren heiligen Worten auch Taten folgen ließen, wenn sie all den Mechanismen einer fragwürdigen Kulturindustrie, der repressiven Toleranz, einer faulen Rechtfertigungsideologie und Selbstbeglaubigung und dergleichen den Rücken zukehren würden, wenn sie insbesondere nicht mehr länger auf teure Kunst durch Eindruckstechnik setzen oder die Mehrfachbeschäftigung und-bezahlung von Kulturstars fördern würden, wenn sie auf bloße Polarisierung und Doppelmoral verzichten würden&#8230;.<br />
und wenn die Entscheidungsträger uns daraufhin ebenso gesellschaftsrelevante Räume ermöglichten wie einer den Zeitgeist bloß widerspiegelnden, hohlen und überspannten Kunst?  </p>
<p>Was wäre erreicht, wenn der gesamte Kulturbetrieb auf vielfältige Weise die hier gemeinte Lebenskunst vertreten würde, wenn etwa all die vielen Kulturstars medienwirksam einen konsequenten ökologisch und sozial klugen Lebenswandel vollziehen würden, wenn die Organe der Kulturvermittlung in einer solidarischen Ausdrucksbewegung die Möglichkeit und Notwendigkeit einer grundlegend veränderten Lebenswelt darstellen würde?</p>
<p>Wie wirksam könnte eine Kultur sein, die nicht mehr länger einer bloßen Instrumentalisierung und Ideologisierung der bestehenden Gesellschaftssysteme dient (gerade die subversiven, antikapitalistischen und radikalen Werke des etablierten Kunstschaffens sind ja hierbei paradoxerweise dienlich, indem sie geduldet, ja gefördert von einer repressiven Toleranz des Staates in einer künstlerischen Parallelwelt das Fortbestehen des Systems nicht gefährden und aufgehoben im Lifestyle zur Rechtfertigung einer verlogenen Elite beitragen) und vielmehr die real existierenden, unabhängigen Künste in der Stadt und auf dem Land unterstützen würden? </p>
<p>Was, wenn wir unablässig und öffentlich den Dialog suchten, um mit solchen begründeten Forderungen den Kulturbetrieb zu den nötigen Veränderungen zu bewegen, wenn wir zunächst also all unsere kooperativen Möglichkeiten ausschöpften, um in einer produktiven Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern des Kulturbetriebs eine neue von Politik und Wirtschaft unabhängige Kultur zu schaffen, deren gemeinsame Haltung wir in den Alltag der Menschen übertragen könnten?<br />
Wie sehr könnte eine so veränderte Kultur positiv Einfluss nehmen auf die Bildungsmisere, auf untragbare Verhältnisse der Arbeitswelt, sowie auf die gesamte, irrsinnige &#8211; unserer natürlichen Ressourcen weiterhin ausbeutende &#8211; Lebenswelt?</p>
<p>Wie notwendig wäre es &#8211; insofern diese auf den Dialog gründende Kooperation scheitern würde &#8211; wenn wir alles versuchten, um mehr Menschen zu mobilisieren (denn wenn die Medien heute von einem “erstaunlich breiten Bündnis“ oder von einer „kraftvollen Massenbewegung“ sprechen, so täuscht dies über die Realität hinweg und wir sollten es vermeiden, uns auf diesen Lorbeeren auszuruhen, da ja genau durch diese vorgetäuschte Wirksamkeit sich alle wieder ganz schnell beruhigen und im Großen und Ganzen alles weiter läuft wie zuvor&#8230;), wenn wir also schon heute versuchten, wirklich Massen zu mobilisieren, wenn wir produktiv mit den großen Menschen + Naturrechtsorganisationen zusammenarbeiten würden, aber auch beispielsweise mit Globalisierungsgegnern, mit europäischen Kulturbetrieben, mit dem Europäischen Sozialforum + Gewerkschaftsbund, mit Arbeitslosenvereinigungen, sowie mit europäischen Schüler und Studierendennetzwerken, um für jenen grundlegenden Wandel zu kämpfen, der alleine die konsequente Umsetzung der Interessen der einzelnen Gruppen gewährleisten kann !?<br />
Was, wenn wir somit schon heute (denn sind die Missstände wirklich so gering, dass  wir alle paar Jährchen in einer Art rituellem Aktivismus unserer Wut Platz schaffen, um danach mit fauler Vernunft den Alltag wie gehabt weiterzuleben??) entschlossen die Voraussetzungen für einen europaweiten Generalstreik schaffen würden?</p>
<p>Was, wenn wir mit langem Atem all die Entscheidungsträger der Kultur oder aber Bildungsträger wie Professoren und Lehrer von jener so offenliegenden Notwendigkeit zum Wandel überzeugen könnten?<br />
Würden sie dann nicht vielleicht ihr Potential (ihre macht) erkennen, Politik und Wirtschaft unter Druck zu setzen&#8230;? </p>
<p>Wie wirksam könnte es aber auch schon sein, wenn zumindest alle Kulturschaffenden und Künstler in einen Generalstreik eintreten würde und alles Kulturschaffen &#8211; und im besten Fall auch die gesamte Kulturvermittlung &#8211; lahm legen würden (denn wer, wenn nicht sie sind noch unabhängig genug, um zu einer solchen freien, kraftvollen und die Zusammenhänge kund tuenden Solidarität zu finden)?<br />
Würden dann nicht viele Menschen ernsthaft ins Grübeln geraten und die vielen hohen Werte der Kultur neu überdenken oder aber zum Anlass für entschiedenes Handeln nehmen?</p>
<p>Was, wenn wir für eine unbestimmte Zeit all unsere Ego-Projekte mal beiseite schieben würden und darüber hinaus Ämter für Kunst und Wissenschaften, Museen, Universitäten, Zeitungsredaktionen und geldverschleudernde Staatsopern und dergleichen besetzen würden?<br />
Wenn wir hierfür nicht nur die Unterschriften oder die kurzweilige, öffentliche Präsenz von Kulturstars gewinnen könnte, sondern wenn wir hierfür einen „Hype“, eine Sogkraft entfalten könnten, die uns alle gleichsam erfassen würde, sodass auch all die vor sich hin jammernden oder aus wirtschaftlichen Gründen vernünftig dahin schwafelnden und werkelnden Kulturstars der 68er Generation mal wieder in die Puschen kommen&#8230;.?</p>
<p>Wie wirksam könnte eine solche Generationen übergreifende Bewegung sein, die nun all die Absichten des heutigen Kulturschaffens endlich und wirksam in handelnde Identifikationen sich entfaltender Menschen, aber gleichsam in eine Geschichte machende Gemeinschaft überträgt?<br />
Wie groß ist bereit der Wunsch unseres kollektiven (Unter-) Bewußtseins dazu? </p>
<p>Was, wenn an die Stelle von Produktion und Macht  Kreativität und Kunst treten würde, wenn wir die „Front der Evolution“ (G. Bateson) von unseren ökonomisch-technischen zu unseren seelisch-geistigen Fähigkeiten verschieben würden? </p>
<p>Was, wenn wir bereits existierenden unabhängige Inseln alternativer Lebensformen ausweiten würden, wenn wir entsprechende Autonomiebestrebungen in Stadt und Land miteinander verknüpfen könnten, wenn wir eine Gemeinschaft von Landwirten, Handwerkern, Wissenschaftlern, Ärzten und Künstlern, von Menschen und Tieren (…) bilden könnten, um die Notwendigkeit einer alternativen Lebenswelt auch in größerem Maßstab als möglich den Menschen vorzuleben?</p>
<p>Welche Triebkraft könnte es erreichen, wenn alle Kulturtragenden und Schaffenden beginnen würden, ein konsequent sozial und ökologisch kluges Leben zu führen?<br />
Oder aber wie wäre es, wenn eine wie oben beschriebene, gemeinsam hinter der Idee des grundlegenden Wandels stehende Bewegung sich als Partei zur Wahl stellen würde? Wenn Stars und angesehene Personen des öffentlichen Lebens gemeinsam mit Wissenschaftlern, Künstlern, Naturschützern und Menschenrechtler etc. einen notwendigen und gleichermaßen möglichen alternativen Lebensentwurf in der Öffentlichkeit entschlossen vertreten würden? ….. </p>
<p>Weitere Vorstellungen, so etwa von massenhaft gestellten Anträgen zur Aussetzung der Prüfungsordnungen, vom Boykott der Eintrittspreise für Museen, von einer ungefragten Gestaltung der Stadträume durch die Bürger und unzählige weitere Vorstellungen von Eigeninitiative und zivilem Ungehorsam wären hier noch aufzuzählen, und sie wären ebenso wie die hier bereits beschriebenen Vorstellungen erst wirklich bedeutsam, wenn ihr sie im Sinne der offenen Geschichte ergänzen und weiter entwickeln würdet&#8230;..</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bildungsstreik Kreis Mettmann/Velbert</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-7703</link>
		<dc:creator>Bildungsstreik Kreis Mettmann/Velbert</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 20:08:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungsstreik.net/?p=1374#comment-7703</guid>
		<description>2000 Demonstranten heute in Velbert ! Danke an alle!!! 
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/velbert/2009/11/17/news-141255711/detail.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>2000 Demonstranten heute in Velbert ! Danke an alle!!!<br />
<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/velbert/2009/11/17/news-141255711/detail.html" rel="nofollow">http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/velbert/2009/11/17/news-141255711/detail.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jana</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-7592</link>
		<dc:creator>jana</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 11:22:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungsstreik.net/?p=1374#comment-7592</guid>
		<description>Auf gehts! bildung für alle
wäre aber gut wenn die demos auch mal am wochenende ist, da man da leichter frei hat. 
Bafög für alle, studentenwohnungen für jeden studierenden, gratis studentenfutter;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf gehts! bildung für alle<br />
wäre aber gut wenn die demos auch mal am wochenende ist, da man da leichter frei hat.<br />
Bafög für alle, studentenwohnungen für jeden studierenden, gratis studentenfutter;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tugba</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-7512</link>
		<dc:creator>Tugba</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 21:15:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungsstreik.net/?p=1374#comment-7512</guid>
		<description>Hey!
Ich bin eine Oberstufenschülerin aus Hamburg und habe heute im Audimax die Plakate und Poster gesehen. Ich finde es gut, dass die Studenten/innen sich für ihre Forderungen einsetzen. Wir sind ja immerhin die Zukunft (also, theoretisch.. die Zukunft für die Politiker heißt wohl eher Atomkraft).

Macht weiter so! Wir Oberstufenschüler/innen unterstützen euch zu 100%!!!!

Viele Grüße aus Hamburg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hey!<br />
Ich bin eine Oberstufenschülerin aus Hamburg und habe heute im Audimax die Plakate und Poster gesehen. Ich finde es gut, dass die Studenten/innen sich für ihre Forderungen einsetzen. Wir sind ja immerhin die Zukunft (also, theoretisch.. die Zukunft für die Politiker heißt wohl eher Atomkraft).</p>
<p>Macht weiter so! Wir Oberstufenschüler/innen unterstützen euch zu 100%!!!!</p>
<p>Viele Grüße aus Hamburg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: UNIDOG Blog - Klausurstoff von Studis für Studis &#187; Blog Archi &#187; Bildungsstreik - Forderungen, Aktionen und Pläne</title>
		<link>http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/comment-page-2/#comment-7509</link>
		<dc:creator>UNIDOG Blog - Klausurstoff von Studis für Studis &#187; Blog Archi &#187; Bildungsstreik - Forderungen, Aktionen und Pläne</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 20:53:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungsstreik.net/?p=1374#comment-7509</guid>
		<description>[...] Quelle: http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Quelle: <a href="http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/" rel="nofollow">http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/</a> [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
