Prekäre Beschäftigungsverhältnisse
Aus Bildungsstreik 2009
[Bearbeiten] prekäre Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen
An deutschen Hochschulen, wird ein signifikanter Anteil der Lehre von Privatdozenten und Lehrbeauftragten getragen. Diese sind in der Regel promoviert und habilitiert, halten Vorlesungen und Seminare, betreuen Diplomanten und Doktoranten, leisten oft wertvolle Forschungsarbeit, besetzen aber keinen Lehrstuhl und werden sehr schlecht bezahlt, manche müssen auf Hartz IV Niveau leben (siehe (1)).
Auch der Weg dahin ist lang und schlecht bezahlt. Nach jahrelangem Studium ohne oder mit geringen Einkünften, schließt sich eine Promotion (etwa 2 bis 5 Jahre, übliche Dauer nach Fächern unterschiedlich) an, die meist nur mit einer halben Stelle verbunden ist, die mit grob gerundet 1000 Euro netto vergütet ist. Es ist auch nicht unüblich gar keine Entlohnung von der Uni während der Promotion zu bekommen. Und das obwohl schon in der Promotionsphase oft wichtige Forschungs- und Lehrarbeit geleistet wird.
Der Weg zur Professur ist eine Karriere am seidenen Faden.
Allgemein ist auch zu beklagen, dass es an deutschen Hochschulen fast keinen akademischen Mittelbau gibt und wenn dann meist nur mit befristeten Stellen.
[Bearbeiten] Links
1) rp-online: Der Betteldozent
2) Focus: Akademische Tagelöhner
3) Der Spiegel: Die Billigheimer der Wissenschaft
4) Die Zeit: Weder Junior noch Professor
http://www.marinetech.org/OSTO/documents/Job%20Prospects%20for%20Science%20Grads%20CHE%2021Sep07.pdf
http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn?pagename=article&contentId=A15182-2002Jul16
http://chronicle.com/article/The-Real-Science-Crisis-Bleak/29178
Bericht über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Verhältismäßigkeit von 2 Stunden unentgeltlicher Lehre von Privatdozenten und Lehrbeauftragten: http://www.forschung-und-lehre.de/wordpress/Archiv/1998/02_98.pdf Seite 80 (24 bzgl. der pdf Struktur)
