
19.05.2009: Größte Demonstration seit Jahren in Heidelberg – nach einer Vollversammlung zum Bildungsstreik gehen die Studierenden der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg direkt auf die Straße. Kein Wunder, denn ihre Hochschule ist pleite – die Lüge der “On-top-Finanzierung” durch Studiengebühren ist endgültig aufgeflogen.
Dass an der PH viele Leute zur Vollversammlung zum anstehenden Bildungsstreik kommen würden, war zu erwarten. Doch die gerade bekannt gewordene Pleite der Hochschule führte die Notwendigkeit einer Veränderung in der Bildungspolitik noch einmal direkter vor Augen als manche hochschulpolitische Analyse. So fanden sich mehr Studierende in den beiden Hörsälen, in denen die VVs abgehalten wurden, ein, als diese fassen konnten. Während die Kommilitoninnen und Kommilitonen im Romanistischen Seminar, das vor einem Monat wegen katastrophaler Studienbedingungen besetzt wurde, ihr Problem als isoliert betrachtet hatten und den Bildungsstreik zunächst als “etwas anderes” sahen, ist den PHlern klar, dass ihre Pleite ein Teil bildungspolitischer Verfehlungen der letzten Jahre ist. So wurde über die Bildungsstreikwoche im Juni gesprochen sowie erste Informationen zusammengetragen, wie die PH in die jetzige Lage gekommen ist.
Doch auf die Aktionswoche im Juni wollten die PHler nicht warten und riefen direkt zu einer Spontandemo auf. Der Aktionswille war groß – zu den Klängen von “Auf die Barrikaden” von Friedemann und Vogel sprangen die Studis teilweise auch aus den Fenstern um aus dem überfüllten Hörsaal schneller auf die Straße zu kommen.
Von dort wurde direkt eine größere Straße besetzt, bis klar wurde, dass es sich dabei um eine Zufahrtsstraße zur naheliegenden Klinik handelte. Also ging es erstmal weiter zum anderen PH-Gebäude im nahegelegenen Neuenheim um die Kommilitoninnen und Kommilitonen dort abzuholen und anschließend mit einer für diese Heidelberger Studigeneration ungekannten Menge an Leuten erst zum Bismarckplatz und anschließend durch die Einkaufsmeile zur Universität zu ziehen. Dort gab es eine Zwischenkundgebung mit spontanen Reden von PH-Studenten, Bildungsstreikorganisatoren und einem Kommilitonen aus der Romanistik. Schließlich zogen die Demonstranten noch zum Rathaus wo auch vor zahlreichen Touristen eine Abschlusskundgebung abgehalten wurde, bevor sich die Studis zurück ins Neuenheimer Feld aufmachten, um das Campus Camp zu besuchen und dort Arbeitsgruppen zu organisieren.
Während der Demo gab es fast durchgehend kraftvolle Sprechchöre, die auf die PH und die Bildungspleite insgesamt aufmerksam machten. Mit dieser Stimmung ist für den Juni in Heidelberg einiges zu erwarten.
Anders als bei den Friedensprotesten wenige Tage zuvor zeigte sich die Polizei hier sehr kooperativ. Wie es sich gehört, machte sie die Straße für die Demo frei und der Einsatzleiter freute sich geradezu über dieses Ereignis.

Das ist Klasse, gerade an einem Ort wie Heidelberg(vorzeige Uni) ist es wichtig, dass der Bildunsprotest vertreten ist. Hoffentlich folgen möglichst viele Studenten anderer Fachrichtungen dem Beispiel der Pädagogen! Weiter so, wir müssen gemeinsam bundesweit ordentlich Rabatz machen!
solidarische Grüße
Daniel
An dem schlechten Zustand des deutschen Bildungsystems ( Schulen,Hochschulen) wird sich nichts ändern solange die Studierenden nicht persönlich aktiv werden!
Nichts-Tun bedeutet: Wir akzeptieren diese katastrophalen Zustände !
Das kann nicht sein ! Unsere Kameraden in Frankreich machen es uns vor: Auf die Straßen gehen und öffentlichen Druck in Form von gewaltätigen Streiks machen, so klappt es auch, wenn es sein muss ! Nicht anders !
Viele Studierende sind feige und einfach zum Kotzen ! Das sind jene, die alles akzeptieren, wollen ! Wie idiotisch…
Gruß
Maximilian-Ludwig
Ich bin mir nicht sicher was ich sagen soll ..
Bei uns in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar) ist es eigentlich ganz ok mit den Schulen!
Klar ich kann mir gut vorstellen das es Schulen gibt wo einfach nichts taugen, aber ich kann wirklich nicht mitreden!
Wenn es sein müsste, nur um unsere Rechte klarzumachen, dann würde ich als erste auf der Liste der Streik Leute stehen, aber dazu müsste es erst kommen das bei uns wirklich die Hölle losgeht!
Ich, für meinen Teil, akzeptiere gar nichts!
Wenn mir etwas an der Schule nciht passt dann versuch ich das irgend jemandem klar zumachen aber so leicht es sich auch anhört, ist es in wirklichkeit gar nicht so!
z.B. die Albert-Schweitzer-Schule in Villingen!
Ich besuchte diese nur drei Monate (weil ich umgezogen bin nach Donaueschingen) und in diesen drei Monate habe ich mir so sehr gewünscht das ich so schnel wie möglich mit der Schule fertig sein würde!
Diese Schule ist so berühmt und ich weis noch nicht einmal für was..xD
Das ist eine der Schulen die ich nie wieder betreten möchte!
Sie ist groß und von außen schön, ja klar von mir aus, aber wenn man genau hinsieht und schon mal innen drin war dann wird man sofort seine Meinung ändern :S!!!
Die Küchen sind Uralt und es riecht da nach alten Menschen und Vergameltem Essen!
Der Nähraum ist Lebensgefährlich, da verletzt man sich am laufenden Band
=> entweder man stoßt sich den Kopf an den hängenden “Steckdosen” oder man stoßt sich andauernd das Knie am Tisch!!
Die Klassenräume sind unpraktisch breit, so das der Lehrer immer den Augenkontakt zu den schülern Automatisch verliert, weil er nur in eine Richtung immer schaut!
Oder noch schlimmer..die Klassen sind zu Groß denn wenn man eine Klasse von 26 Schüllern hat denkt man: “Haja die Klasse ist Groß also kann man sie in ein großes Klassenzimmer stecken”! dabei ist es besser wenn das Klassenzimmer etwas kleiner ist denn so hat der Lehrer wenigstens imemr die Übersicht!
Aber nein!!!
Der Kracher ist aber das man in jeder so kleinen Pause immer aus dem Klassenzimmer raus muss und das Klassenzimmer angeschlossen wird.
da denk ich mir wie kann man nur so dumm sein…jetzt sitzen über hunderte von Schülern auf dem Boden und wissen nicht was mit sich anzufangen -.-
Glauben die Lehrer wirklich das so verhindert werden kann das etwas passiert, z.B. etwas geklaut wird??
dazu sag ich nur eines: HAHA guter witz..so werdet ihr es nicht schaffen, vergesst es mal gleich jungs!!!
Die Toiletten brauch ich erst gar nicht anzusprechen!!
In diesen drei Monaten war ich nur eineinziges mal auf dem Klo in der Schule und ich bereue es. Ich aglaube es ist den Lehrern vollkommen gleichgültig was da drinenn vorsich geht.
DIe Türen sind mit Eddings beschmiert und bemalt, da steht in jeder Sprache etwas anderes und auch sehr beleidigendes -.-
Die Klos sind nicht wirklich die saubersten und ich würde keinem empfehlen da aufs Klo zu gehen..ich halt es lieber aus bis ich daheim bin xD !!!
Naja so schlimm es auch war, ich bin nur froh das ich es hinter mir hab und meinen Abschluss auf einer “NOCH” normalen Schule fertig machen kann
Liebe Grüße
Kristja
Hallo Kristin,
also was du da als horrormärchen ausmalst sind bei uns im Hochtaunuskreis der Anfang. Toiletten sind immer beschmiert und dermaßen ekelerregend, dass ich mich frage wie lang da keine Putzfrau mehr war.
26 Schüler sind an den meißten Schulen ein Traum; im Gymnasium werden momentan 9 Parallelklassen in der 5. Klasse mit je 30-33 Schülern unterhalten.
Ok, die Küchen sehen bei uns zumindest so aus als ob da nach Nahrungsmittelvorschrift gearbeitet wird.
Aber ansonsten sind dass eher Standartzustände als die Ausnahme.
Viele Grüße
prauscher