Ausgehend von der postmodernen Konsumgesellschaft verzweigt sich das Leiden durch Politik, Wirtschaft und Industrie über dem Schicksal unserer Zukunft. Es geht um die Tragik der globalisierten Welt.
Uns mit der Frage beschäftigend, ob die Bildung ersetzt werden darf durch andere Dinge (z.B. durch die Dummheit), haben wir uns als Ziel gesetzt diese Frage als Antwort formuliert auf das Publikum zurückzuprojizieren, in Form einer experimentellen Dokuserie, die diese Problematik in die Welt trägt!
http://youtube.com/boykotteducation
Die Chronik einer Audimaxbesetzung
Folge1: Besetzungsprolog
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AUFMUCKEN STATT WEGGUCKEN!
Die AG Schüler (Regensburg) veranstaltet unter diesem Motto eine Demo am 05.03.2010 für gerechtes und demokratisches Schulsystem. Beginn ist um 14.00 Uhr am Domplatz in Regensburg. Komm vorbei und demonstriere mit für kleinere Klassen, geringeren Leistungsdruck, wirkliche Lernmittelfreiheit und individuelle Förderung!
Mehr Infos unter: http://www.regensburg-schueler.tk
]]>Politik und Medien bemühen sich den Bildungsstreik als einen Protest darzustellen, bei dem Studierende mit der Unterstützung von SchülerInnen nur für ein angenehmeres Studium demonstrieren. Es liegt in ihrem Interesse den Bildungsstreik möglichst elitär aussehen zu lassen und so zu tun, als hätte er mit der Krise, ihren Auswirkungen und anderen Bewegungen nichts zu tun. Jedoch zeigt die Zusammenarbeit der Bildungsstreikbewegung mit Gewerkschaften, Erwerbsloseninitiativen und Gruppen aus der sozialen Bewegung bei der gemeinsamen Blockade der Kultusministerkonferenz am 10. Dezember letzten Jahres die Stärke und Tiefe unseres Protest, sowie die gesellschaftliche Verankerung.
Angesichts der kapitalistischen Krise ist gemeinsamer Widerstand der verschiedenen sozialen Proteste wichtiger denn je. Nicht nur Lohnabhängige, Erwerbslose, Auszubildene und RentnerInnen sind von der Krise betroffen, sondern auch wir SchülerInnen und Studierende spüren die Folgen der Krise. Gerade weil wir zusammen angegriffen werden, müssen wir uns zusammen wehren und dürfen uns dabei nicht spalten lassen. „Gemeinsam sind wir stark, alleine machen sie uns ein.“
Darum beteiligt euch am Bildungsstreikblock bei der „Wir zahlen nicht für eure Krise“ Demonstration am 20. März 2010 in Essen.
Geringere Steuereinnahmen und höhere Sozialausgaben treiben viele Kommunen in finanzielle Schwierigkeiten, einige stehen kurz vor der Pleite. Das zwingt die Kommunen an allen Ecken und Kanten zu sparen. So sollen in den nächsten fünf Jahren allein in Duisburg 12 Schulen geschlossen werden. Darüber hinaus sollen alle Ausbildungsplätze im Öffentlichen Dienst gestrichen und bestehende Auszubildene nicht übernommen werden. In der Kleinstadt Gladbeck stehen ebenfalls 2 Schulen vor dem Aus, über weitere Schulschließungen wird diskutiert. Für die betroffenen SchülerInnen bedeutet das längere Schulwege und noch größere Klassen. Durch weniger Einstellung von LehrerInnen sind sie in NRW ohnehin schon groß genug. In jeder zehnten Klasse sitzen mehr als 30 SchülerInnen, viele andere bewegen sich an der Grenze dazu. Das verhindert effektives Lernen.
Wir fordern:
Erhalt aller Schulen!
Mehr LehrerInnen: Klassengrößen von max. 20 SchülerInnen!
Bildung ist eine kostspielige Angelegenheit. Die Eigenbeiträge für Schulmaterial, Lehrbücher, Lektüren, Mittagessen und Klassenfahrten steigen immer weiter an und machen die Schule für viele Eltern zu einer finanziellen Herausforderung. Ein weiteres Mittel Bildungskosten zu Lasten der Lernenden einzusparen sind die vor einigen Jahren eingeführten Studiengebühren. Bildung und Uni nur noch für Reiche? Nicht mit Uns! Bildung ist ein Menschenrecht und darf nicht vom Wohlstand der Eltern abhängig gemacht werden. BaföG und Studienkredite sind keine Lösung, sondern verschieben die Kosten nur auf die Zeit nach dem Studium.
Kostenlose Bildung für Alle!
Studiengebühren abschaffen!
Über 1 Mio. Jugendliche sind auf Hartz IV angewiesen, Hunderttausende haben keinen Ausbildungsplatz und jedes Jahr kommen neue hinzu. Viele landen in der Falle der unbezahlten Praktika. Durch die Wirtschaftskrise wird die Konkurrenz um Ausbildungsplätze sich weiter verschärfen. Diejenigen mit Ausbildungsplatz müssen um ihre Zukunft bangen. Zwei Drittel aller Auszubildenen wissen noch nicht ob sie übernommen werden. Wer nichts kriegt, wird anschließend vom Job-Center gezwungen, Niedriglohn-Jobs, Zeit- oder Leiharbeit anzunehmen. Sie sind bei Entlassungen dann die ersten, die ihren Job verlieren.
Ausbildungsplätze für alle!
Übernahme aller Auszubildenen im erlernten Beruf!
Wir kämpfen auch für:
Die Abschaffung des Bachlor-/Mastersytem und des Turbo-Abitur: Demokratische Neugestaltung der Bildungsdauer, Prüfungs- und Studienordnungen!
Den Ausbau von Studienplätzen!
Eine Schule für alle! Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem!
Wir zahlen nicht für eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse! Am 20.03.2010 in Essen.
Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, sind die geplanten Feierlichkeiten eine Verhöhnung der Uni-Angehörigen.
Der Bologna-Prozess hat das Ziel, die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraumes für mehr Dynamik und Mobilität, klar verfehlt. Die stark verschulten Studienpläne und der Druck diese in Mindeststudienzeit zu absolvieren erschweren es Auslandssemester zumachen. Das neue dreistufige Studiensystem führte zu erhöhter sozialer Selektion. Während der Bachelor einer größeren Zahl zugänglich sein sollte, verdünnen sich Master und PhD zu einem Eliteprogramm, das vor allem Frauen ausschließt. Zudem kommt die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen sowie die Einführung von Studiengebühren und vermehrter Demokratieabbau an den Universitäten. Die schwere finanzielle Lage zwingt mehr und mehr Hochschulen, Konzerne als Investoren für Forschungan die Universität zu locken, unabhängige und freie Forschung wird dabei unmöglich. Die Ausrichtung der Lehrinhalte auf Arbeitsmarkt-Interessen im Zuge der Lissabonstrategie betrifft nicht nur Universitäten sondern soll zur Leitlinie des gesamten Bildungswesens werden, dies schränkt die Möglichkeit selbstbestimmt und kritisch zu Lernen ein.
Angesichts dieser desaströsen Lage sehen wir keinen Grund das 10- jährige Bestehen der Bolognareform zu feiern. Die europaweiten Proteste unter Studierenden, Lehrenden und Schüler*innen zeigen, dass die Politiker*innen nicht mehr über unsere Köpfe entscheiden können.
Die Bolognastrategie ist fehlgeschlagen und bietet keinen Grund zu internationalen Feierlichkeiten. Deshalb wollen wir die Konferenz mit Demonstrationen, Streik und Blockaden “empfangen”, auf einem Gegengipfel die europäische Hochschulpolitik kritisch hinterfragen und die Vernetzung der internationalen Bildungsproteste vorantreiben.
Komm, beteilige dich! Stören wir gemeinsam Ihre Feierlichkeiten, und zeigen das dies Hochschulreform kein Grund zu Feiern ist!
Mehr Infos zu den Aktivitäten (Gegengipfel, Demo & Blockaden) auf: bolognaburns.org
Mitfahrzentrale aus Deutschland
17.02.10, Düsseldorf/Berlin. Anlässlich mehrerer Gerichtsprozesse fordern Bildungsstreikende ein Ende der Repression, die ihnen von staatlicher Seite bei der Ausübung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung und der Forderung nach einem solidarischen Bildungssystem entgegen schlägt.
“Solche Angriffe gegen einzelne Aktivisten richten sich gegen die Bildungsstreik-Bewegung als ganze. Deshalb müssen und werden wir die Betroffenen gemeinsam unterstützen”, stellt eine Aktive klar.
“Während mit kosmetischen Veränderungen den Schein erweckt werden soll, dass eine grundlegenden Umgestaltung des Bildungssystems im Sinne der Schüler_innen, Studierenden und Beschäftigten vorgenommen wird, sollen Polizei und Justiz die Entstehung von weiteren Protesten durch Einschüchterung und Kriminalisierung der Protestierenden verhindern. Immer wieder waren Schüler_innen, Studierende und Azubis im Rahmen von Bildungsprotesten von staatlicher Repression betroffen – unentschuldigten Fehlstunden, illegales Einsperren von Schüler_innen in Klassenräumen, Polizeiübergriffen auf Demonstrationen oder Strafbefehlen gehören zum traurigen Alltag vieler, die sich an den Protesten beteiligen wollen.
Düsseldorf: Strafen von fast 15.000 Euro drohen — Prozess am 19. Feburar
Am 20. Juni 2009 demonstrierten in Düsseldorf bei einer Bildungsstreik-Demo tausende Menschen – im Anschluss wurde unter dem Motto “Düsseldorf lahmlegen” eine Kreuzung blockiert. Die Demonstrierenden wollten damit ihrer Forderung nach einer ausreichend öffentlich finanzierten und demokratischen Bildung Ausdruck verleihen und die längst überfälligen Reformen erzwingen. Für ihr politisches Engagement sollen sie jetzt bestraft werden: Etwa 140 Menschen sollen jeweils ein Ordnungsgeld in Höhe von 105 Euro wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz bezahlen.”Wir fordern einen freien Bildungszugang – jetzt sollen wir als Verbrecher_innen behandelt werden”, so eine Betroffene.
Nach dem Widerspruch der Betroffenen sollen am 19. Februar 2010 gegen 11:00 Uhr die ersten Verhandlungen in Düsseldorf am Amtsgericht stattfinden. Die Anwesenden beim bundesweiten Bildungsstreiktreffen vom 5. bis 7. Februar in Bielefeld rufen dazu auf, zur Gerichtsverhandlung zu kommen und die Betroffenen solidarisch zu unterstützen.
Berlin: Polizei versucht gezielt, Schulstreik-Aktivisten ruhig zu stellen
Am 19. Juni 2009 wurde der damals 17-jährige Benjamin, der sich in der SchülerInnen-Initiative “Bildungsblockaden einreißen!” engagiert, im Bahnhof Alexanderplatz brutal festgenommen und von Polizeibeamten in einem Einsatzwagen verprügelt. Ein Arzt attestierte u.a. Schürfungen und Prellungen im Gesichts und Beckenbereich sowie eine Zerrung der Wirbelsäulenmuskulatur.
Zuvor hatten sich über Tausend Schüler_innen und Studierende vor der Senatsverwaltung für Finanzen versammelt, die spontan besetzt wurde, und zogen anschließend vor das Rote Rathaus am Alexanderplatz. Am 10. März beginnt der Prozess gegen Benjamin: Weil er ein Megaphon bei sich trug, versucht die Staatsanwaltschaft nun, ihn als “Anführer” der Demonstration darzustellen. Außerdem wird ihm zum Vorwurf gemacht, dass er sich gegen den Polizeiübergriff gewehrt haben soll.
“Anscheinend geraten in dieser Gesellschaft alle in das Visier der Repressionsorgane, die grundlegende politische Veränderungen erzwingen wollen. Wir wollen jedem und jeder helfen, der oder die auf Bildungsstreikveranstaltungen von staatlicher Repression betroffen ist, und hoffen auf viele Spenden. Wir lassen uns nicht unterkriegen und werden weiter für unsere Forderungen einstehen”, sagte eine Bildungstreikende vom bundesweiten Vernetzungstreffen in Bielefeld.
Ein Arbeitskreis des Bildungsstreiks hat ein Spendenkonto gegen staatliche Repression eingerichtet. Ziel ist die finanzielle Unterstützung von Bildungsstreikenden, die Opfer staatlicher Repression geworden sind.
Konto: Rote Hilfe e.V. Göttingen
Konto-Nr.: 13 50 20
BLZ: 250 500 01
Bank: Sparkasse Göttingen
Verwendungszweck: Bildungsproteste (bitte bei jeder Überweisung angeben!)
Weitere Informationen über die Anti-Repressionsarbeit des bundesweiten Bildungsstreik sind unter www.bildungsstreik.net/ak-antirep/ erhältlich.
Eine unvollständige Chronik der Repression gegen protestierende Schüler_innen und Studierende seit 2006 findet sich unter www.schulstreik-berlin.de/archives/845-eine-kleine-geschichte-der-repression/
Kontakt zur Pressegruppe des “Bundesweiten Bildungsstreiks”
Jörg Rostek, Student aus Münster, 0172-586 83 64
Anna Krause, Schülerin aus Bonn, annalenakrause[ät]googlemail.com
Glenn Schulze, Student, Berlin, 0170-992 00 46
Johanna Glaser, Studentin, Köln, 0176-615 43 78
Hallo liebe Menschen,
vom 05. bis zum 07. Februar findet in Bielefeld das nächste bundesweite Bildungsstreik-Vernetzungstreffen statt. Dazu möchten wir alle Interessierten einladen, wobei auch bei uns Sexismus, Rassismus, Adultismus, sowie sämtliche weitere Formen der Diskriminierung nicht erwünscht sind.
Bereits im Vorfeld kannst du dich im “Unsere-Bildung-Wiki” mit den inhaltlichen Planungen vertraut machen und sie auch mitgestalten.
Über eine möglichst frühzeitige Anmeldung (an lena[ät]bildungsstreik-bielefeld.de) würden wir uns sehr freuen, damit wir besser planen können. Super wäre zu wissen, wann (ungefähr) wer hier ist. Sofern der Wunsch geäußert wird, bereits am Donnerstag anzureisen oder erst am Montag abzureisen, organisieren wir auch für die Zeit die benötigte Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten.
Im “Unsere-Bildung-Wiki” findest du unter auch eine Mitfahrzentrale-Seite, die dazu einlädt, genutzt zu werden.
Herzliche Grüße
Lena
Nach den Versprechungen Bildungsministerin Schavans, der Kultusministerkonferenz und anderen, reiht sich nun auch Herr Schmachtenberg in die Kette von wohlgemeinten Reformen ein:
“Der Abschluss des Diplom-Ingenieurs ist ein deutsches Qualitätsprodukt. Es ist nicht einzusehen, warum wir die Symbolik und Strahlkraft dieser Marke verschenken sollten.“
Was dahinter steckt, ist lediglich die Forderung nach der Umbenennung des Master of Science als durch die Bolognareform geregelter Abschluss für Ingenieursstudiengänge. Das von den Bündnissen des Bildungsstreiks kritisierte Bachelor-Master-System soll dabei nicht angetastet werden.
„Uns geht es nicht darum, die Bologna-Reform infrage zu stellen. Wir haben die Umstellung auf die neuen Studiengänge an unseren Hochschulen engagiert vollzogen.”
Von wegen! Eine Veränderung der leistungsdruck- und konkurenzfördernden Strukturen steht für den Präsidenten der TU9 nicht zur Debatte. Durch die Umbenennung des Masters of Science in Diplom wird keinesfalls die Last der überladenen Studienordnungen und Verschulung der Studiengänge von den Studierenden genommen, sondern Konkurenz und Wettbewerb verschärft. Hinter der Idee vom „deutschen Markenprodukt“ Diplomingenieur steht gerade eine Logik des Wettbewerbs und der ökonomischen Verwertbarkeit von Bildung, die dem „Standort Deutschland“ eine herausragende Position in Europa einräumen will. Deutschland, insbesondere die TU9, soll demnach weiter als Produktionsstätte von ElitestudentInnen deklariert werden. Deutsche StudentInnen als Exportschlager in aller Welt sollen das Qualitätsmerkmal Diplomingenieur aufrechterhalten, sich gegenüber StudentInnen anderer Länder hervorheben und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.
Wir, das Bildungsstreikbündnis Aachen, setzen uns dem gegenüber für eine gleichberechtigte, freie, selbstbestimmte Bildung ein – ohne Konkurenzdenken, Elitenbildung und von wirtschaftlichen Interessen geleitete selektive Förderung. Jetzt und überall!
Herr Schmachtenberg ignoriert einmal mehr, dass es am Bachelor-Master-System weit weit wichtigere Dinge zu kritisieren gibt als den bloßen Namen. Nebenbei gesagt, begeht er erneut seinen Liebingsfehler, sich ausschließlich auf Ingenieurswissenschaften zu fokussieren.
Wir sind gegen Etikettenschwindel und Scheinreformen – Wir kämpfen weiter für eine bessere Bildung!
[1] http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,670764,00.html
14.01.2010 AK Bildungsstreik Aachen
Presse-Kontakt (Nur für Aachen): Tel. 01577-9327801
AufrufDie Frankfurter Stiftungsuniversität kann hierfür als eine der Pioniere gelten. Studierende besetzten dort Ende November eines der Gebäude der Goethe-Uni, das regelmäßig an Konzerne vermietet wird. Sie wollten dort Raum und Zeit für eine kritische Auseinandersetzung schaffen. Am 02.12.2009 wurde dieser studentische Protest gewaltsam durch die Polizei beendet. Seitdem herrscht Ausnahmezustand an der Frankfurter Universität: Kritischen Studierenden drohen die Zwangsexmatrikulation und Strafverfahren, immer wieder patrouilliert Polizei auf dem Campus und der Universitätsbetrieb wurde mehrfach durch Aussperrungen lahm gelegt.
Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsame Forderung: Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein. Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen.
Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe anzurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Uni die Uni aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller – das Leben ein selbstbestimmtes Leben sein soll. Die Uni gehört Allen! Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!
Die Homepage zur Demo: unigehoertallen.tk
Eine Mitfahrbörse zur Demo findet Ihr hier: Mitfahrbörse nach Frankfurt.
Und hier gibt’s das Mobilisierungs-Video:
]]>Den Beginn der aktuellen Herbst-Besetzungen machten (nach Österreich) die Uni Heidelberg (am Di, 3.11.), dann die Uni Münster (am Mi, 4.11., Mittag), Uni Potsdam (am Mi, 4.11., Abend), TU Darmstadt (am Do, 5.11.), Uni Marburg (am Do, 5.11.), die Akademie der bildenden Künste München (am Do, 5.11.) und die Uni Tübingen (am Do, 5.11.).
In den letzten zwei Tagen (Montag und Dienstag, 9. und 10.11.) wurden Räume an der Uni Greifswald, Uni Duisburg-Essen, Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, TU Dresden, Uni Mainz und Uni Koblenz-Landau besetzt.
Im Laufe des Mittwoch (11.11.) kamen hinzu: FU Berlin, Uni Hamburg, HU Berlin, FH Coburg, Uni Göttingen, Uni Basel (CH), Uni Bielefeld, Uni Würzburg, Uni Hildesheim, Uni Landau und am Abend die LMU München.
Leider gibt’s am Donnerstag Morgen (12.11.) gleich eine sehr unerfreuliche Meldung: um 6:30 Uhr wurde der besetzte HS 25 im Kupferbau der Uni Tübingen polizeilich geräumt! Dagegen sehr erfreulich – die heutigen neuen Besetzungen: TU Berlin, Alice-Salomon-Hochschule Berlin und an der Uni Osnabrück. Und seit 17:45 Uhr findet an der RWTH Aachen ein “auf unbestimmte Zeit angesetztes Bildungsstreik-Plenum statt”.
Freitag, der 13. (11.): am Morgen um 6:00 Uhr leider die polizeiliche Räumung der Uni Bielefeld; am Abend gegen 19:15 auf rektoralen und massiven Polizei-Druck erfolgte der Abbruch in Duisburg, ebenso in Essen!
Sonntag, 15.11.: um 22:00 Uhr wird an der Uni Giessen das Philosophikum II (Haus E) besetzt.
Montag, 16.11.: die Demokratisierungen von Hörsälen heute – seit ca. 7:00 Uhr Uni Lüneburg, die Beuth Hochschule für Technik in Berlin, gegen 15:00 Uhr Uni Stuttgart und am Abend die Uni Freiburg; Wiederbesetzung des Kupferbaus der Uni Tübingen. Schließlich gegen 23:00 Uhr noch die TU Kaiserslautern, Uni Paderborn und PH Weingarten!
Dienstag, 17.11.: den Anfang heute macht am Vormittag die Uni Erlangen! Besetzung auch des Audimax an der TU Braunschweig, ferner sind die Hochschule für Bildene Künste in Braunschweig und die FH Braunschweig/Wolfenbüttel im Streik! Besetzungen auch an der Uni Augsburg, Uni Trier, Uni Passau, Uni Köln, mittags Uni Karlsruhe, Uni Rostock, seit dem Nachmittag die FH Potsdam, Uni Jena, in Nürnberg das Audimax der Georg-Simon-Ohm-Hochschule, am Mittag die Uni Bonn (die am Abend gleich wieder polizeilich geräumt wird!); Wiederbesetzung an der Uni Münster.
Mittwoch, 18.11.: Seit Mitternacht Besetzung an der Uni Saarbrücken. Heute auch die ersten beiden Schulbesetzungen: Albert-Einstein-Oberschule in Berlin-Neukölln und Hulda-Pankok-Gesamtschule in Düsseldorf. Besetzungen auch an der Uni Siegen, Uni Bamberg, Uni Bayreuth, Uni Kassel, Uni Regensburg, Uni Düsseldorf, Uni Erfurt, Uni Konstanz, Uni Wuppertal, Uni Hannover, Uni Halle; Wiederbesetzung an der Uni Bonn. Die Besetzung an der Uni Passau wird nach Zusagen des Uni-Präsidenten aufgehoben.
Donnerstag, 19.11.: mittags Besetzung an der FH Köln, ab 14 Uhr auch die Uni Oldenburg, EFH Bochum, Katholische Hochschule für Sozialwesen in Berlin, nachmittags Uni Kiel.
Freitag, 20.11.: die Uni Köln wird am Morgen polizeilich geräumt. Besetzung der HafenCity Universität Hamburg.
Montag, 23.11.: die Uni Münster wird um 6:00 Uhr zum zweiten Mal polizeilich geräumt, allerdings fand die Polizei diesmal keine Studierenden im Hörsaal vor.
Dafür wird ab 9:30 Uhr auch die TU Hamburg Harburg besetzt, um 13 Uhr dann das Rektorat der Uni Leipzig, ebenso die PH Karlsruhe. Außerdem gibt es eine weitere Schulbesetzung: die Carl von Ossietzky Schule in Wiesbaden wird für ca. acht Stunden besetzt (und dann unter polizeilichem Druck in der Nacht abgebrochen).
Dienstag, 24.11.: Besetzung an der TU Dortmund, Hochschule Fulda, FH Regensburg, am Abend erneute Besetzung an der Uni Köln. Dagegen war um 4:45 Uhr morgens die Räumung an der Ruhr-Uni Bochum erfolgt.
Mittwoch, 25.11.: leider gegen 9:20 Uhr Räumung an der Uni Düsseldorf. Dafür am Morgen Besetzung an der TU Chemnitz, am Mittag an der Uni Koblenz, ebenso die Hochschule Esslingen, PH Ludwigsburg, TU Ilmenau, Uni Bremen und FH Holzminden.
Donnerstag, 26.11.: Besetzungen an der FH Zweibrücken und der HAW in Hamburg.
Freitag, 27.11: heute wird leider die Uni Osnabrück polizeilich, jedoch ohne Gegenwehr geräumt.
Samstag, 28.11.: am frühen Morgen wird Bonn ohne jede Vorwarnung erneut geräumt! Dafür wird eine Schulbesetzung in Harsewinkel (NRW, Nähe Gütersloh) gemeldet.
Montag, 30.11.: um 7:20 Uhr wird die Hochschule Bremen besetzt, um 8:30 Uhr folgt die Aula der Armgartstraße an der HAW Hamburg. Ebenso am Morgen Wiederbesetzung an der Uni Darmstadt und um um 13:45 Uhr der Ruhr-Uni Bochum. Am Nachmittag schließen sich auch die PH Freiburg, PH Heidelberg, die Uni Frankfurt auf dem IG Farben Campus und am Abend die Hochschule Zittau/Görlitz (FH) an! Wiederbesetzung auch an der Uni Bonn (seither geduldet).
Dienstag, 01.12.: seit 14 Uhr kommt heute die Evangelische FH Nürnberg neu dazu.
Mittwoch, 02.12.: gegen 13:30 Uhr ist auch die Evangelische FH Berlin besetzt. Und an der Uni Düsseldorf wird für einen Tag das Audimax symbolisch neu besetzt. Am Abend leider brutale polizeiliche Räumung an der Uni Frankfurt mit Verletzten und Hetzjagden!
Donnerstag, 03.12.: seit 14:30 Uhr Wiederbesetzung an der Uni Bielefeld!
Montag, 07.12.: seit 14:00 Uhr ist nun auch an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz besetzt.
Dienstag, 08.12.: seit 11:00 Uhr wird auch an der FH Zwickau besetzt, am Nachmittag am Campus Gummersbach der FH Köln, ab 17:45 Uhr ebenfalls an der PH Schwäbisch Gmünd.
Mittwoch: 09.12.: nun wird auch an der Evangelischen Hochschule Hamburg besetzt.
Donnerstag, 10.12.: um 10:00 Uhr kommt auch die FH Erfurt neu hinzu!
Dienstag, 22.12.: am Morgen wird das Audimax der Ruhr-Uni-Bochum von einer Hundertschaft der Polizei geräumt.
Mittwoch, 23.12.: leider wird heute auch die Uni Hamburg polizeilich geräumt!
Montag, 28.12.: heute Morgen wird gegen 6:15 Uhr die LMU München geräumt!
Dienstag: 29.12.: gegen 10:00 Uhr wird als letzte besetzte Uni in Bayern auch die Uni Würzburg polizeilich geräumt.
Aktuelle Informationen gibt es recht zeitnah auch unter: http://www.unsereunis.de/
Und eine aktuell gehaltene Karten-Übersicht gibt es hier: Unsere Unis – Occupied Universities
Liebe Mitstreiter_innen, liebe Interessierte,
hiermit laden wir euch herzlich zu einem bundesweiten Treffen von Schüler_innen, Studierenden und anderen bildungspolitisch Interessierten nach Potsdam ein. Es ist uns wichtig, mit euch eine direkte Vernetzung zwischen thematisch ähnlichen Arbeitsgruppen/Arbeitskreisen innerhalb der Hochschulbesetzungen und Protestaktionen anzustoßen. Darüber hinaus wollen wir uns politisch bilden, weitere Protestperspektiven diskutieren und bundespolitische Forderungen formulieren. Die Ergebnisse des Treffens werden visualisiert, protokolliert und veröffentlicht werden, damit ihr die Ideen in euren lokalen Gruppen diskutieren und weiterentwickeln könnt. Über die Teilnahme internationaler Mitstreiter_innen würden wir uns sehr freuen. Wir hoffen, dass es zum gemeinsamen internationalen Austausch und der Planung größerer europaweiter und/oder internationaler Treffen kommen wird.
Ablauf und Beteiligung
Die Vernetzungswoche findet selbstorganisiert statt, weshalb die Mitgestaltung aller Beteiligten Voraussetzung für einen konstruktiven Verlauf ist. Hierfür bestehen vor allem zwei Möglichkeiten der Mitgestaltung: Inhaltliche Vorbereitung und logistische Unterstützung.
Inhaltliche Vorbereitung
Hierzu gehören vor allem die Konzeption und Moderationsplanung von AG-Treffen und Workshops. Solltet ihr eine Veranstaltung organisieren wollen, wäre es schön wenn ihr uns eine Kurzbeschreibung schickt, damit wir möglichst bald einen Überblick über alle Veranstaltungen erstellen können. Weiterhin bitten wir euch, euer Infomaterial (wie etwa Flyer, Broschüren, Positionspapiere, etc.) mitzubringen oder im Vorfeld an uns zu schicken (Adresse s. Anlage 3 Anfahrt). Wir können diese dann falls gewünscht entsprechend vervielfältigen und für die Veranstaltungen vorbereiten. Auf dieser Grundlage versuchen wir ein offenes, entspanntes und nicht verpflichtendes Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen und Plena zu gestalten. Dabei soll genug Freiraum für Kreativität und spontane Ideen bleiben.
Logistische Unterstützung
Bringt bitte Schlafsäcke, Isomatten, Sofas, VoKü-Ausrüstung usw. mit. Aber auch Spenden von Sachmitteln, Geld, Essen und Trinken nehmen wir gerne entgegen.
Kontakt
Wenn ihr uns logistisch und/oder inhaltlich unterstützen wollt, Nachfragen zu Reisekostenunterstützung oder andere Fragen habt, wendet euch einfach an bildungskongress@mail.asta.uni-potsdam.de.
Weitere Infos findet ihr unter http://www.bildungsstreik-kongress-potsdam.de/blog/.
Damit wir vorab einen Überblick bekommen, wie viele Menschen kommen und ob wir evtl. Dolmetscher_innen benötigen, würden wir uns freuen, wenn ihr euch unverbindlich anmeldet.
Wir sehen uns in Potsdam – für Solidarität und freie Bildung!
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