Erklärung zu Verbindungen und Burschenschaften

noburschisFolgende Erklärung wurde vom Plenum des Bundesweiten Bildungsstreiks 2009 in Berlin beschlossen.

Das Projektbündnis Bildungsstreik 2009 lehnt jede Form von Sexismus, Nationalismus und Rassismus ab. Daraus folgt, daß Studentenverbindung jeder Couleur hier keinen Platz haben. Die Traditionen und Strukturen dienen der Reproduktion von Rassismus, Elitedenken, Diskriminierung und Sexismus. Ausdrückliches Ziel von Verbindungen ist die Schaffung und der Machterhalt gesellschaftlicher Eliten, so der ehemalige Innenminister der BRD Manfred Kanther: «Wir wollen auch weiterhin nationalgesinnte Menschen in alle führenden Berufe unserer Gesellschaft entsenden.» (Quelle: M. Kanther, 1990)

Ausschluß und öffentliche, strukturelle Diskriminerung von Frauen ist fester Bestandteil ihrer Ideologie. Dies wird u.A. durch Äußerungen wie: «Unser Burschenbrauchtum ist immer auf eine männliche Gruppe abgestimmt. Die menschliche Weltordnung ist auf das männliche ausgerichtet.» (Burschenschaftliche Blätter 1980) und «Corpsstudenten sind Männer, eine Integration des weiblichen Geschlechts würde als Fremdkörper wirken, einem Freundschaftsbund hinderlich.» (Deutsche Corpszeitung, 1983) belegt.

Zentraler Bestandteil des burschenschaftlichen Männlichkeitsideal ist Härte und Gewalt, sowohl gegen sich selbst, als auch gegen andere. Dies zeigt sich nicht nur in der Tradition Mensur, sondern beispielsweise auch im systematischen Einsatz von Alkohol zum Zwecke der Erziehung sowie in der hierarchischen Durchstrukturierung des ‘Hauses’.

Hieraus folgt, daß Mitgliedschaft oder Identifizierung mit den Zielen studentischer Verbindungen im Widerspruch zu unserem emanzipatorischen Politikverständnis stehen.

62 Kommentare zu „Erklärung zu Verbindungen und Burschenschaften“

  1. dennis sagt:

    schwachsinn
    und undemokratisch
    es gibt genug frauenclubs in die ich nicht rein darf
    jeder frau steht das recht zu eine studenten verbindung zu gründen
    zu denken burchenschaften wären alles nazis zeigt dsa man kein auhung von geschichte hat (1848?)
    aber mit schwarzen blöcken zusammenarbeiten wollen, die eindeutig kriminell sind.
    naja “der zweck heilig die mittel – alte jesuiten regel”

  2. Thomas sagt:

    Leute, ihr pauschaliert ja, dass einem schlecht wird! Alle Klischees werden ja schön aufgegriffen und kritische Hinterfragung ist ja in keinster Weise vorhanden.
    Ich bin ein absoluter Befürworter eurer Idee, aber dieser Beitrag spricht nicht für eine tolerante und vorurteilsfreie Beschäftigung mit dem Thema. Gerne könnt ihr mir eine E-Mail schreiben, dann können wir das Thema näher erläutern. Gerne könnt ihr auch zu dem Schluß kommen, dass die Ziele von Verbindungen (deren Ziele sich in KEINEM Falle über einen Kamm scheren lassen) nicht den euren entsprechen, aber so scharf zu urteilen und eigentlich nichts zu wissen, ist keine gute Grundlage. Noch einmal: Ich bin ein glühender Verehrer eurer Idee, weil ich selbst unter Bachelor und Master, Verwaltungsstarre der Uni, Sozialabbau und dem gesamten (sorry: DRECKS)System zu leiden habe, da kann ich euch Geschichten erzählen, die würdet ihr nicht glauben….
    …jedenfalls möchte ich euch diesbzgl. einen offeneren Dialog anraten. Schreibt mich an!

    Gruß
    Thomas

  3. Michael sagt:

    Leute, ihr habt jetzt nicht wirklich meinen Kommentar gelöscht – oder? Ich bitte euch nochmal, bleibt sachlich und polemisiert nicht auf unterstem Niveau, das habt ihr nicht nötig.

  4. Daniel sagt:

    Sorry, aber so nen antiquierten Schrott hab ich seit dem AStA-Reader nicht mehr gelesen…. wenn ihr euch etwas intensiver mit der Thematik beschäftigt hättet und vielleicht auch mal aktuellere Literatur (evtl. auch mal was, das innerhalb der letzen 10 Jahre geschrieben wurde) verwendet hättet, wäre der Artikel zwar nach wie vor kritisch ausgefallen, aber er würde Korporierte nicht so erbärmlich über einen Kamm scheren.
    Schade, in der Korpo-Szene hättet ihr sicher große Unterstützung gefunden (dass die rechtslastigen Elemente[Verbindungen] mal außen vor gelassen werden versteht sich für mich von selbst)

  5. Benny sagt:

    ja da kann man doch nur kopfnickend zustimmen……Studentenverbindungen sind nicht nur das Sammelsorium für spätere elitäre Zukunftsschritte, sondern hier treffen sich auch Altnazis mit jungen Menschen, die sich gerne von solchen alten “elitären” Menschen Ideologien aufdrängen lassen! Naja is ja auch beeindruckend wenn man trotz damaliger SS- oder NSDAP-Angehörigkeit (meinetwegen auch der Eltern) heute noch in so “elitären” Kreisen verkehrt.
    Außerdem bieten sich Burschenschaften für gerade frisch umgezogene Studierende an, die keine Freunde haben. Hier wird das “WIR” neu gelernt…..aufpassen wo man da rein rutscht. Am besten man sucht sich Freunde außerhalb einer solchen Burschenschaft und lacht dann gemeinsam über die affig mit Bändchen geschmückten Eliteopfer!!!!!!

  6. Liebermann sagt:

    wirklich schade das ihr so pauschalisiert und nicht zwischen corps , landsern etc unterscheidet sondern alle über einen kamm schert. denke es gibt größere ziele anzupacken , da muss man nicht immer wieder auf den alten vorurteilen herumreiten, sondern sich entweder richtig damit beschäftigen oder es sein lassen.
    schade , war ne gute idee aber durchführung mangelhaft

  7. Michael sagt:

    Ich finde es gut, dass das Thema diskutiert wird!
    Auf der anderen Seite möcht ihr klarstellen, dass es kein “ihr” (Bildungsstreik) und “wir” gibt. Denn der Beschluss wurde in einem für alle offenen Plenum auf einem bundesweiten Vernetzungstreffen getroffen. Inhaltlich gibt es da sicher unterschiedliche Auffassungen, aber die Message ist doch klar. Diskriminierende Gruppen stehen einer emanzipatorisch ausgerichteten Bildung im Weg…
    Bitte arbeitet mit, bringt euch ein und gestaltet mit. Der Bildungsstreik ist ein Angebot, kein vorgefertigtes Projekt. Lasst die “Idee” nicht an einzelnen Texten scheitern!

  8. Simon sagt:

    Da beschwert sich die “Elite” der Studenten – erst darüber das man sie alle über einen Kamm schert, kriminalisiert dann aber den kompletten schwarzen Block…
    Genau diese Art von Kommentaren zeigt wohl zu genüge auf, das eine Zusammenarbeit mit ihnen nicht wirklich von Vorteil ist!

    Sollen doch bei den nationalen anfragen, da gibs sicher ne passende Aktion an den sie sich beteiligen können^^

  9. Dobbi sagt:

    @ Michael: Naja, aber viele Studenten werden mit diesem Text ausgeschlossen!

  10. Mareike sagt:

    Pauschalisierung!
    Ich kenne einige Verbindungen, die weder rassistisch, extremistisch, gewalttätig noch frauenfeindlich sind…und ich muss es wissen, denn ich bin oft genug dort und bin immer herzlich willkommen.
    Diese Kampagne ist hier sowas von einseitig und schwarz-weiß-malerisch.
    Da wird mir nur schlecht…
    Hetzkampagne- nichts anderes!

  11. mraw sagt:

    was wollt ihr alle, wenn der veranstalter das nun mal so sieht dann bleiben die burschenschaften draußen. wo sie auch hingehören :)

  12. philipp sagt:

    moin!

    ich möchte auf zwei (meiner Meinung nach) wesentliche Punkte hinweisen:

    - wenn es hier um Bildung geht -und das finde ich genial- warum muss denn dann gleich auf der Startseite stehen, wer nicht mitmachen darf? Das ist doch genau das Denken in Feindbildern, dass uns nicht weiter bringt.

    - ich komme aus Stuttgart. Ich weiss, dass es hier auch komische reaktionäre Haufen gibt. Ich weiss aber auch, dass es hier fünf gemischte Verbindungen gibt. Da läuft niemand mit Bändchen rum, säuft sicht kaputt oder wer weiss was. Ich selbst bin auch in einer und kann keins der hier zelebrierten Feindbilder bei uns erkennen. Daher finde ich “Studentenverbindung jeder Coulour” doch ein bisschen harsch.

    Aber um noch mal auf den ersten Punkt zurück zu kommen: Ich finde diese Frage so dermassen unwichtig, dass sie einer Startseite nicht würdig ist :-)

    Also für freie Bildung und nicht gegen die üblichen Verdächtigen ! :-)

    Philipp

  13. Dobbi sagt:

    @mraw: Ja, sehr gehaltvoller Beitrag. Ersetz’ doch mal das Wort Burschenschaften durch eine andere Gruppe, dann klingt das aber nicht mehr so frei.
    Hat Rosa Luxemburg schon gesagt: “Freiheit ist auch die Freiheit der Andersdenkenden.”
    Aber solche dämlichen Aussagen waren wohl nicht gemeint.

  14. philipp sagt:

    moin zusammen!

    ich möchte auf zwei — meiner Meinung nach — wichtige Punkte hinweisen:

    - ich finde es ~~genial~~, dass hier versucht wird das Thema Bildung ganz und bundesweit anzugehen. In diesem Zusmmenhang finde ich es einfach nicht wichtig, wer jetzt nicht mitmachen darf. Dieses denken in Feindbildern bringt uns doch nicht weiter. Schade, dass es immer noch Verbindungen gibt, die sind, wie es hier beschrieben wird. Aber das ist doch nicht unser Problem.

    - ich finde es schade, wie hier über einen Kamm geschert wird. Ja ich komme aus einer Verbindung. Wir sind nicht schlagend, tragen keine bunten Bändchen und in unserem Haus wohnen (so weit man das bei einer ungeraden Anzahl an Zimmern erreichen kann) gleich viele Männer und Frauen. Allein hier in Stuttgart weiss ich noch von fünf weiteren Verbindungen, die es genau so halten wie wir. Also wenn Ihr euch gegen “Sexismus, Nationalismus und Rassismus” wenden wollt haut rein. Das hat aber nichts mit “Studentenverbindung jeder Couleur” zu tun.

    Um noch mal auf den ersten Punkt zurück zu kommen: ich finde dieses Thema einfach nicht wichtig genug für eine Startseite:

    Für freie Bildung !!!

    Philipp

  15. J.K. sagt:

    Ach ja, dieser Artikel hätte den Pulitzer Preis verdient.Sachlich,informativ und vorallendingen wahr!
    Ne mal im Ernst,was Verbindungen ausmacht wurde nicht erwähnt und viele Sachen verdreht.
    Einfach nur populistisch und plump.
    Der Verfasser dieses Artikels bzw. dieses Projektbündnis, sollte sich vieleicht mal vorher informieren bevor man mal wieder Menschen mit falsch Informationen belastet!
    Jeder der einmal aufm Haus war weis es besser!

  16. Name sagt:

    Nicht mal zwanzig Zeilen bei solch einem komplexen Thema, was durchaus einer mehr als kritischen Betrachtung verdient, ist wirklich nicht nur lächerlich, sondern auch kontraproduktiv. Vielleicht sollte sich da noch mal jemand dran setzen und einen richtigen Aufsatz zu schreiben. Oder einen der bisher dazu erschienen verlinken. Aber das …

  17. lisa sagt:

    Wie sagte Dieter Nuhr einmal: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.

    Ich glaube das gilt hier defintiv für den Autor der Anti-Verbindungsstudenten-Position.
    Wer meint es bringe irgendeinen Vorteil für dich, mich oder andere Mitstudenten, wenn man sich über solche Themen den Kopf zerbrechen muss, befindet sich auf einem absoluten Irrweg. Wie wäre es einmal mit sinvollen Überlegungen, um das höchste Gut, nämlich die BILDUNG, zu schützen und zu wahren?! Aber auf solche Ideen kommen die linken populistischen Polemiker ja nicht… Denn in Wahrheit sind SIE es, die mit ihren linken Ideologien – schön verpackt unter dem Deckmantel der Bildungsforderungen – die Macht an sich reißen wollen. Es geht hier nicht um das Wohl der Studenten, nicht um Gerechtigkeit oder ein anderes hohes Gut, es geht darum einfach mal eben aus einer Lust und Laune heraus eine Anti-Poistion einzunehmen und aus machtpolitischen Gründen die Studenten in Unruhe zu versetzen und haltlosen Behauptungen und Forderungen Raum zu geben.
    Wir werden ja sehen, dass es keine Auswirkungen haben wird auf hochschulpolitische Prozesse. Ganz ehrlich, ich messe der Bewegung nicht wirklich Bedeutung zu, es ist einfach nur lächerlich.
    Schöne Woche euch noch! ;-)

  18. Michael sagt:

    Liebe Lisa,

    beim Bildungsstreik geht es zuallererst um BILDUNG und nicht um Verbindungen. Das wird doch aus allen Texten (Forderungen zB) deutlich.
    Statt Deiner pauschalen Gleichsetzung des Bildungsstreiks, der ein Angebot für lokale Gruppen ist, sich mit der aktuellen Bildungspolitik auseinanderzusetzen, mit Linkspopulismus, möchte ich Dich einladen, Deine Vorstellungen über Bildung einzubringen, statt diese gerade in den Startlöchern steckende Bewegung als “lächerlich” ab zu tun. Wie gesagt: es geht hier um Bildung und nicht um einzelne Text evon der (sowieso minimal gehaltenen) der bundesweiten Vernetzung.
    Alles andere klingt für mich als eigene Rechtfertigung dafür, nicht aktiv zu werden, sondern im Stadium des Nörgelns zu verharren zu wollen…

  19. Ergobibamus sagt:

    “Die Traditionen und Strukturen dienen der Reproduktion von Rassismus,”

    Jaa, wir sind es wieder die bitter bösen Nazis :) Ich finde es doch immer wieder amüsant wie Leute sich auf die Flagge schreiben, sie wären gegen Vorurteile und dann nur mit denselbigen so um sich dreschen. Das nennt man wohl Pseudomoralismus! Ich gehe jede wette ein der Verfasser dieses Artikels hat nicht mal die Mühe gemacht eine Diskussion mit einem einzigen Verbindungsstudenten zuführen.
    Man mag es kaum glauben und es passt wahrscheinlich nicht in eure Ideologie, aber wir haben Ausländer in unserer Verbindung, weiterhin mag man kaum glauben, dass ich lange Haare hab. Langsam wirds unheimlich oder? Da könnt ihr ja gar nicht mehr schwarz weiß malen, wirklich grausam. Manche Leute WOLLEN Vorurteile haben und wer denkt alle Verbindungsstundeten wären rechts, der wird sich das auch so einreden können. Die Spinner von der NPD können sich schließlich auch einreden, Ausländer würden ihn die Arbeitsplätze wegnehmen – naja oder nicht arbeiten gehen, je nachdem wies passt drehen sie sich das. Nachfragen wäre ja auch zu anstregend, denken zuviel verlangt. Manche werden es nie begreifen und jetzt erkläre mir doch bitte noch einer, was genau hat denn der Bildungsstreik mit Verbindungen zutun? Genau, nichts. Aber ich danke euch an dieser Stelle, ich werde mich nun meinerseits bemühen genügend Leute davon zu überzeugen das eure Aktion nicht produktiv ist.
    Abgesehen davon, wann lernt ihr endlich, dass ihr nie den Großteil der Studenten mobilisieren könnt, wenn ihr immer eure linke Schmierpropaganda reinbringt?
    Bleibt doch mal sachlich, demonstriert gegen das was euch missfällt, aber ohne rechte ohne linke oder sonstigen extremistischen Müll. Protestiert doch einfach mal als Studenten, egal ob Asta oder Verbindungsstudent.

  20. Patrick sagt:

    Verbindungstudenten die sich ordentlich benehmen können(nicht müsen) und für Bildung einstehen ,sind zwar nicht erwünscht, aber ich vermute, linksorientierte Menschen, die eurer Demonstration niemals im Leben durch assoziales Verhalten(wie Steine werfen, Gegenstände in Brand stecken und unschuldige Polizisten verletzen) einen anderen Sinn geben würde, sind bestimmt erlaubt. Nur das diese Leute nie im Leben eine Universtität von innen gesehen habe interessiert euch ja nicht. Aber wir wollen ja Bildung für alle und sind für Gleichberechtigung. Passt allerdings nicht, wenn man bestimmt Gruppen ausschließt.

  21. Ein Student sagt:

    Genau solche Kommentare sind der Grund, warum soviele Initiativen, die von Studenten ausgehen zu nichts führen. Die Inivitiative geht vom linken Spektrum aus, oder macht zumindest den Anschein und ein Großteil der Studenten konservativer Gesinnung(es gibt auch mehr als rechts und links) wird dadurch vergrault und lehnt solche Aktionen ab.
    Was hier geboten wird ist Unwissen, Schwachsinn, Betrug an den eigenen Zielen und einfach undemokratisch.

  22. BR sagt:

    Verbindungen und Burschenschaften sind Relikte aus einer längst vergangenen Zeit. Man solle den Mitstreikenden doch bitte erklären, wozu diese Kultur der Seperation dienen soll, wenn man gemeinsam gegen eine bestimmte Bildungspolitik kämpfen will.

    Nene ihr Burschen und Verbindungsstudenten, ihr wollt einerseits für eine egalitäre Gesellschaft stehen, gehört aber andererseits Organisationen an, die in einer Klassengesellschaft ihre Wurzeln haben? Wen wollt ihr eigentlich für dumm verkaufen?

  23. Sebastian sagt:

    Hab mal bei einer Party einer B-schaft aufgelegt; heftigen FULL on GOATRANCE.
    Irgendwann kam ein über beide Ohren strahlend junger Mann zu mir, mit Löckchen links und rechts am Ohr, und gab mir irgendwelche hebräischen Komplimente.

    Ich hatte bis in den frühen Morgen Zeit, einiges darüber zu erfahren. Natürlich habe
    ich auch diese brisanten Themen angesprochen und als Antwort eine Led Zeppelin LP
    vor die Nase bekommen, mit der Aussage: “Mein Vater wählt SPD”. Das Problem ist wohl, dass man als Außenstehender
    nicht wissen kann, wie die jeweilige B-schaft orientiert ist! Denn bei dem Gespräch kam
    auch die andere Seite ans Licht, dass es eben auch nationale usw. gibt. Doch diese schien mir “sauber” zu sein. Danke nochmal an die Jungs für diese Hochinteressanten Einblicke!

    MfG Sebastian

    http://www.party-and-activism.net

  24. Ronny sagt:

    ich muss sagen, so ganz langsam nervt es mich, ich bin ebenfalls “Verbindungsstudent” und habe es langsam satt, dass von “Links” immer alle Studentenverbindungen pauschalisiert und vor allem “nazifiziert” werden,
    Ich bin selbst Links gerichtet und treuer Links-Wähler, aber es stört mich einfach, dass in fast jedem links angehauchten Schriftstück einfach pauschal vor allen Verbindungen gewarnt wird!
    Wir als Verbindung sind schon seit 1910 nichtmehr schlagend, haben uns zur Nazizeit lieber aufgelöst, als Teil der Nazipropaganda zu werden und wurden meines Wissens nach als erste Verbindungsneugründung nach dem Krieg wieder zugelassen. Weiterhin nehmen wir seit über 15 Jahren Frauen bei uns auf und ein erheblicher Anteil unserer Mitglieder stammt aus dem Ausland (Afrika, Asien&Lateinamerika).
    ich weiß auch von mindestens 3 weiteren Berliner Verbindungen, die das ähnlich handhaben.
    Ich finde es (wie auch einige meiner Vorredner) eine Schande, das Leute sich Toleranz auf die Fahnen schreiben und trotzdem (dank schlechter Recherche und sturer Vorurteile) einfach andere verdammen
    mfg
    Ronny

  25. Dodo sagt:

    Hi,
    Informiert euch! Ist manchmal echt das beste…

  26. Matze sagt:

    so eine undifferenzierte Meinung hab ich schon lange nicht mehr gelesen…alle über einen Kamm zu scheren war noch nie die richtige Meinung

  27. None sagt:

    Zumindest zeigt dieser Text, dass den Verfassern etwas mehr Bildung tatsächlich nicht schaden könnte. Ein derart undifferenzierter, vorurteilsbeladener und in relevanten Teilen schlicht unwahrer Unsinn wird tatsächlich dem akademischen Anspruch universitärer Bildung nicht gerecht.

    Bleibt zu hoffen, dass der schwarze Block hier helfen kann.

  28. MdK sagt:

    @BR: Also, insbesondere die Burschenschaften (was tatsächlich nicht der Oberbegriff für alle Verbindungen ist, sondern eine bestimmte Untergruppe der Verbindungen beschreibt) entstammen gerade nicht dem rigiden Kastendenken. Sie waren einst treibende Kraft der beginnenden Demokratie in Deutschland (Wartburgfest etc.). Diesen Punkt kann ich als Corpsstudent für mich nicht in Anspruch nehmen, aber auch bei Corps, Turnerschaften, Landsmannschaften, Sängern usw. liegt ein direkter Bezug auf die feudale “Klassengesellschaft” nur bedingt vor. Was ist übrigens eine Klassenlose Gesellschaft? Eine Gesellschaft, in der ein politisch zuverlässiger Nichtstudent für Bildung protestiert, während ein/e Studierende/r auf Grund seiner/ihrer Mitgliedschaft in einer Studentischen Vereinigung ausgeladen wird? Selbst die SPD differenziert da inzwischen klar, man müsste also nicht um seine linke Grundhaltung fürchten, recherchiere man denn. Und was ist mit reinen Damenverbindungen? Sind die auch frauenfeindlich? Sexistisch wohl schon, sie nehmen ja keine Männer auf…

  29. Bene sagt:

    Ich gratuliere für diesen Artikel. Besser kann man nicht mehr zeigen um was es wirklich bei dem Bildungsstreik geht: Stimmung machen gegen politische Gegner und munter fröhlich heiße Luft abgeben. Hoffe, dass zumindest diesmal vernünftige und nüchterne Ordner zu finden sind und keine halbstarken Kinder die durchweg pöbeln. Vielleicht können die dann ja verhindern, dass Ausstellungen zerstört werden und geklaut wird bei der Veranstaltung. Sonst muss wieder ein Verantwortlicher vor die Kameras und das gutheißen

    __________

    Benedikt Körner (AStA Uni Duisburg-Essen, Referat für Sozialpolitik, RCDS)
    benekoerner@hotmail.com

  30. AlmaMaterTubingensis sagt:

    Das man sich heute noch so etwas anhören muss ist wirklich schrecklich. Da stellen sich doch tatsächlich angebliche Vertreter der Studentenschaft hin und polemisieren, dass gewisse Übereinstimmungen zu Ereignissen in Deutschland zwischen 33 und 45 nicht leugnen lassen. Wie schon einige meiner Vorredner sagte, wollt Ihr einfach Vorurteile haben und pflegt und hegt diese aus Angst sie könnten irgendwann der Wahrheit zum Opfer fallen.

    Es ist wirklich eine Schande, dass so unreflektiert mit Studentenverbindungen umgegangen wird, aber an manchen Stellen die eigene Geschichte einfach ausgeblendet wird. Allein am Beispiel der Universitätsstadt Tübingen: Studentenverbindungen werden hier, wie überall in Deutschland als Nazis und Frauenhasser beschimpft, oft sogar angegriffen. Es wird aber übersehen das sich alle Tübinger Bünde im 3.Reich aufgelöst haben und viel sogar im Untergrund tätig waren um ihre jüdischen Bundesbrüder außer Landes zu schaffen. Das Gegenbeispiel ist der Asta in Tübingen, in den 1920er forderte dieser die exmatrikulation sämtlicher jüdischer Studenten, dies war noch vor 1933. Des weiteren unterstützte er später mit nicht unerheblichen Mitteln die RAF (bekanntlich eine Terrorvereinigung). Komischerweise hat man über so etwas noch nie ein sterbenswörtchen gehört, wenn aber eine Äußerung eines Verbindungsstudenten aus dem kontextgerissen ein gefundenes Fressen darstellen könnte (siehe oben) wird darauf sofort losgedroschen.

    Ich empfehle euch absofort bitte das ganze konsequent durchzuziehen und folgende Personen und ihr wirken komplett zu ignorieren:

    Thomas Gottschalk (KdStV Tuskonia zu München)
    Karl Marx (Corps Palatia Bonn – seine Schläger hingen noch über seinem Totenbett, so eng war seine Verbindung)
    Ferdinan Lassalle ( Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks – Begründer der SPD)
    Dietrich Bonhoeffer (AV Igel zu Tübingen)

    und noch viele viele mehr…

    Wie bereist oben gesagt…wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten

  31. Thomas sagt:

    Bis ich diesen Beitrag hier gelesen habe, hatte ich vom Bildungsstreik und überhaupt von der ganzen Initiative einen recht guten Eindruck. Spätestens hier zeigt sich aber wieder die undifferenzierte, grauenhaft pauschalisierende und radikale Einstellung, die für die “Linken” an den Hochschulen so typisch ist, und das finde ich ganz und gar enttäuschend.
    Es gäbe so viele gute Argumente, die gegen Studentenverbindungen eingewendet werden könnten; auch ich bin definitiv gegen die extremeren, und genausowenig kann ich den milder gesinnten etwas abgewinnen – mir scheint es immer, dass viele ganz einfach das Ende der Wilhelminischen Ära verschlafen haben. Der Punkt ist, dass das für Otto-Normalstudenten vielleicht sehr seltsam anmutet (meinetwegen auch unsympathisch), aber nicht notwendigerweise von vorherein verdammungswürdig ist!
    Alle Verbindungen über einen Kamm zu scheren ist nicht nur undifferenziert und primitiv, es ist auch schlicht dumm. Ich halte das für verschwendete Energie, zumal im Kontext einer angestrebten Verbesserung des Bildungssystems den Verbindungen wirklich nicht besonders hohe Bedeutung zukommt. Wer gegen sie ist, darf das gerne sein, aber warum muss dieses -excuse my French- linke Gesülze hier, bei der an sich enorm zu befürwortenden Initiative des Bildungsstreiks 2009, wieder auftauchen? Geht denn das nicht ohne?
    Solange dieser typisch-linke Unterton nicht einem kühl-differenzierten Ton der Überzeugung und Logik (durch Argumente, nicht durch Ausrufungszeichen) weicht, werden Initiativen wie diese hier weiterhin ohne Früchte bleiben – es stößt einfach zu viele Leute ab, und ich kann das voll nachvollziehen.

  32. Don Emilio sagt:

    Schade. Ich bin gerade von ein paar Kommilitonen auf den Bildungsstreik angesprochen worden und habe mich hier auf der Seite gerade einmal fünf Minuten umgeguckt, um ein wenig mehr über die politischen Hintergründe, die Ziele, die konkreten Forderungen, usw. zu erfahren und was finde ich: Polemisierung und Populismus.

    Wenn aus Ansicht der Veranstalter ein derart leicht zu durchschauendes Feindbild nötig ist, um Leute zu mobilisieren, frage ich mich, ob es sich überhaupt lohnt weiter zu lesen. Es ist ja nicht nur so, dass ich WEIß, dass die oben genannten Unterstellungen nicht haltbar sind (ich selber bin zwar ganz bestimmt kein Mitglied in einer Verbindung, kenne aber genug Leute, die sich dort engagieren und die als Gegenbeispiel zu den Rassismus-, Sexismus-, usw Vorfwürfen glänzen -> Lustig übrigens, dass eine Behauptung wie “ALLe Verbindungen sind rassistisch” immer und ohne Ausnahme deutlich einfacher zu wiederlegen als zu beweisen ist… wohl weil ein derartiges Schwarz-Weiß-Denken sowieso an der Realität vorbei geht). Was mich an den politischen Zielen des Bildungsstreiks zweieln lässt ist, dass ich nun leider das Gefühl habe, dass ich es hier mit Organisatoren zu tun habe, die selber über wenig bis gar keine korrekte Information verügen und ihre ganze Botschaft wahrscheinlich auf purem Populismus aufbauen. Ich verstehe noch nicht einmal, warum ein derartiges Schwarz-Weiß-Denken nötig ist, wenn man etwas positiv verändern will.

    Wer ein Feindbild braucht, um politische Ziele durchzusetzen, ist mir immer suspekt…

  33. Don Emilio sagt:

    …mal ganz davon abgesehen, dass die Tatsache, dass die aktuellsten Quellen, die den Sexismus “beweisen”, allesamt aus den achtziger Jahren stammen, nicht unbedingt zu meiner Überzeugung beitragen.

    Mit ähnlich überzeugenden Argumenten könnte man die Schweiz als sexistischen Staat darstellen und Quellen von 1970 zitieren (das Frauenwahlrecht wurde 1970 eingeführt, in Liechtenstein erst 1984)… ich warte nach dieser “Erklärung zu Verbindungen und Burschenschaften” gespannt auf eine “Erklärung zur Schweiz und Liechtenstein”. Ein paar weitere Feindbilder können sicherlich nicht schaden.

  34. jan h sagt:

    sehr schade und sehr unseriös, dass bei der erklärung vom plenum kein verfasser oder herausgeber genannt wird. aber es ist vielleicht besser, da hier hier unreflektiert überholte klischees übernommen werden. wenn ihr den bildungsstreik aus sich selbst sabotieren und unglaubwürdig machen wollt, dann habt ihr hier ein sehr guten weg gefunden.

    (1) einseitige recherche
    (2) kolpotierung von vorurteilen
    (3) verknappte, einseitige propaganda-sprüche
    (4) schaffung eines nebenschauplatzes, der diskurszeit und -energie verschwendet und vom haupt geschehen ablenkt
    (5) übernahme bzw. schaffung von feinbildern

    damit überzeugt ihr die leichtgläubigen, , die unverbesserlichen vorurteilshüter von links (ja, nicht nur auf der eechten seite gibt es sie), die unbelesenen und die, die wenig und ungerne reflektieren. alle andere werden nur verschreckt.

    na gut, das hat schon irgendwie politische tradition in deutschland, zugegeben.

    ist das jedoch unser ziel?

    BITTE:::

    bitte artikuliert euch diskursfähig.
    oberflächliche kritik und feindbilder bringen uns nicht voran. sie schaden nur uns und anderen.

    bitte verschwendet eure, unsere und meine zeit nicht.
    ich unterstütze den streik in flensburg und schleswig-holstein nach kräften.
    jedoch nur, wenn unsere aktion nicht zur idiotie verkommt.

    bitte besinnt euch auf das wesentliche und faktisch aktuelle. z.b. die oecd-berichte oder die kommentare zu den pisa-studien.

    bitte versucht einen gemeinsamen nenner für alle studenten und bildungssystem betroffenen zu finden.

  35. Ein verzweifelter Demokrat sagt:

    Ich verzweifle an diesem Bildungsstreik! Besser Bildung, ja, natürlich! Doch aber nicht mit Gewalt, Bomben, Schlösser knacken oder Banküberfällen! Seid ihr denn von allen guten Geistern verlassen?

    Ihr schließt – und das völlig zurecht – Nazis aus. Aber Jusos, Grüne und Gewerkschaften haken sich munter durch diesen Bildungsstreik z.B. mit den Verfassungsfeinden der DKP-Jugend (SDAJ) unter. Ihr bietet antidemokratischen Organisationen eine Plattform!

    Milliarden von Menschen auf der Welt warten sehnsüchtig darauf, nur einmal in ihrem Leben frei und ohne Zwang bei einer demokratischen Wahl mitmachen zu können. Und ihr plant mit den Verfassungsfeinden, wie man am besten und schnellsten in Deutschland die Demokratie abschaffen kann. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es einfach nicht!

    Schreibt ein verzweifelter Demokrat.

  36. Markus sagt:

    Nur zur Info: es gibt keine “Organisatoren” des Bildungsstreiks. Der Bildungsstreik ist, was ihr draus macht.
    In einem Plenum bei einem Vernetzungstreffen wurde dieser Text eben durchgewinkt, u.a. auch weil es einigen Leuten wichtiger war, am Bildungsstreik weiter zu arbeiten, als über Verbindungen zu diskutieren.
    Wie gesagt: es ist “nur” ein Text, der auf dieser HP steht und kein verbindliches Programm für irgendwen.
    Füllt den Bildungsstreik mit dem Aus, was euch wichtig ist. Kommt zu den Treffen. Organisiert vor Ort – denn dort passiert das Wesentliche. Nicht auf Vernetzungstreffen oder bundesweiten Homepages…
    Nochmal: es gibt im Prinzip kein “ihr”, das kritisiert werden könnte. Es gibt lokale Gruppen, die sich mit dem Bildungssystem auseinandersetzen. Die sind die Ansprechpersonen (Unterrubrik “Bündnisse”), bundesweit gibt es keine Entscheidungsträger…

  37. Flo sagt:

    Interessant ist doch das hier so gut wie alle Kommentare eine differenziertere Betrachtung fordern und kaum jemand die pauschale Verurteilung des ursprünglichen Textes teilt.
    Allerdings ist es auch etwas scheinheilig solche Beschlüsse zu geisseln wenn man nicht selbst aktiv wird und sich an dem Projekt beteiligt. Der Text wurde schließlich auf dem Plenum beschlossen, das heißt mit einer Mehrheit angenommen. Extreme Positionen können sich auf einem solchen Forum nur durchsetzen wenn die die politisch in der “Mitte” zu verortenden Studenten fernbleiben und das geschieht nunmal sehr häufig.
    Es ist mal wieder sehr bezeichnend das das Projekt von “linken” Gruppen aufgezogen wird die eine Menge Energie und Zeit investieren und nachher von Studenten die sich daran nicht beteiligen kritisiert wird. Das geschieht leider viel zu häufig und führt oft dazu das das ganze im Sande verläuft.

    Sinnvolle Kritik ist vorallem während des Meinungsbildungsprozesses möglich, sich nicht beteiligen und dann im nachhinein rummeckern weil einem das Ergebnis nicht passt ist hingegen in keinster Weise produktiv!!!

    Vielleicht lernt der eine oder andere ja daraus und beteiligt sich das nächste mal selbst am Entstehungsprozess, zu hoffen wäre es jedenfalls.

  38. demokrat sagt:

    hallo zusammen

    was ist den das für ein müll???

    jeder vernünftige demokrat kann bei diesem artikel nur den kopf schütteln! wir wollen unsere bildung weiterbringen? aber doch bitte nicht so das ist doch das allerletzte. ich bin in keiner verbindung und hatte auch noch nie viel mit den jungs zu tun und ich kann mir gut vorstellen das es sollche beispiele gibt aber man kann doch nicht erst recht nicht als demokratisch denkender und studentisch aktiver student sowas veröffentlichen
    kein wunder das studenten in deutschland nix mehr auf die beine stellen können wenn sich alle untereinander schon bekriegen müssen

    ach ja die burschenschaften waren es doch die 1848 und in der zeit davor für einheit gleichheit brüderlichkeit gekämpft haben sie haben damals schon die grundsteine unserer demokratie gelegt!!!

    raus mit diesem artikel wenn sowas in den medien größer aufgezogen wird bekommen die studenten ne schöne negativ presse genau das was wir zur zeit brauchen!

  39. Thomas sagt:

    Genau das ist der Grund, warum aus dem Bildungsstreik nichts wird – und auch nichts werden darf! Anstelle dass unsere Sozialbeiträge dafür verwendet werden, einen wirksamen Bildungsstreik ALLER Studenten auf die Beine zu stellen, missbraucht die studentische Linke, eben auch eine in den ASten organisierte Elite, die sie selbst nicht sein will, die Bereitschaft der übrigen Studenten, sich bildungspolitisch zu engagieren, für ihre eigenen engstirnigen und wenig kompromissbereiten Ziele. Ich kenne keine Studentenverbindungen, aber ich weiß auch so, dass der Quatsch, der da oben steht ist, ungefähr so differenziert ist, wie wenn man die Organisatoren des Bildungsstreiks allesamt als Kommunisten bezeichnen würde. Schade, dass solche Stümper das Monopol beanspruchen, uns zu repräsentieren!

  40. Gwen sagt:

    Ich möchte mich hier einigen der anderen Kommentare anschließen. Eine solche Darstellung von Verbindungen ist mir bisher noch nicht unter gekommen. Gewiss gibt es da schwarze Schafe, aber bei weitem nicht nur!
    Solche Sachen auf dieser Webseite zu lesen lässt mich an der Aktion Bildungsstreik zweifeln. Ich will so eine Meinung echt nicht unterstützen!

  41. Erich sagt:

    “Das Projektbündnis Bildungsstreik 2009 lehnt jede Form von Sexismus, Nationalismus und Rassismus ab. Daraus folgt, daß Studentenverbindung jeder Couleur hier keinen Platz haben.”

    Liebe Leute, damit macht ihr es euch leider viel zu einfach und verschreckt einige sonst vielleicht engagierter Sympathisanten. Es gibt durchaus – zugegebenermaßen wenige – Studentenverbindungen, bei denen Studenten beider Geschlechter und aller Nationen gleichberechigt aufgenommen werden. O.g. Aussage zeugt leider von undifferenziertem Schubladendenken auf eurer Seite.

  42. Demokrat sagt:

    Eine echte Katastrophe dieser Artikel. Und bei den Kommentaren würde ich mich auch nicht wundern, wenn er bald sang- und klanglos einfach verschwindet.

    Was soll denn der Hinweis, dass der Text demokratisch verabschiedet wurde? Das heißt für mich nur, dass die Abstimmenden komplett inkompetent und unreflektierte Sozialromantiker sind. Wer so einen Text durchwinkt, hat kein Recht, für die gesamte Studentenschaft zu sprechen. Er hat es sowieso nicht im Sinne.

    Ich hoffe, dass der Bildungsstreik scheitert. Weil ihr selbst schuld dran seid.

  43. Diego sagt:

    Ich unterstütze die Ablehnung von Studentenverbindungen voll und ganz.

    Niemand hat hier alle Verbindungen mit Nazis oder Faschisten im Allgemeinen gleichgesetzt. Fakt ist aber, dass Studentenverbindungen(Egal ob Männer- oder Frauenverbindungen, wie die Jenaer “Amazonen”) Geschlechterbeschränkt sind und ihrem Wesen nach elitäre und nationalistische Grundideen vertreten.

    Sicherlich haben Burschenschaften im 19. Jahrhundert auch zum fortschrittlichen, revolutionären Bürgertum gehört. Aber diese historische Phase ist nunmal einfach im wahrsten Sinne des Wortes “Geschichte”. So wie sich das Bürgertum zur herrschenden Klasse aufgeschwungen hat und damit einen reaktionären Charakter einnahm, so veränderten sich auch die Burschenschaften und Studentenverbindungen entsprechend, daran gibt es nichts zu rütteln.

  44. Michael sagt:

    LEUTE, bitte versteht es doch: es gibt keine “Organisatoren”/kein vorgegebenes Leitbild des Bildungsstreiks. Nehmt doch solche Sachen nicht zum Anlass, euch von der Idee zu distanzieren, sondern gestaltet sie selbst. Dann werden solche Texte in Zukunft nicht mehr auf eine Homepage kommen.

  45. Verbindungsstudent sagt:

    Soll ich also nicht mitstreiken?

  46. Mira sagt:

    Seid so reizend und lasst euch von einem misslungenen Artikel, der von einer offensichtlichen geistigen Umnachtung der Autoren zeugt nicht davon abhalten am Bildungsstreik teilzunehmen. Das ist kindisch.
    Jeder, der wert auf gute Bildung legt, sollte sich beteiligen.
    Wer wegen solcher Aussagen kleinbeigibt oder der Meinung ist, man könne ja durch einen Streik sowieso nichts ändern kann sich direkt im Kegelclub anmelden und dort weiterjammern, wie scheiße doch alles ist.

  47. Ein Student sagt:

    Leute, ich weiß jetzt inzwischen es gibt keine: Ihr/Organisation oder was auch immer. Aber es gibt jemand der ja zumindest die Seite hier pflegt.
    @ den Pfleger…

    wenn der artikel da oben nicht verschwindet, werden alle die, die einer studentischen verbindung angehören ausgeschlossen. studentische verbindung: sind das nicht auch alle studentischen ruderverreine, studentische turnergemeinschaften ….?!

    dass es sich bei nahezu allen verbindungen um keinerlei rassistische oder ähnliche extreme handelt muss wohl nicht näher erläutert werden und wurde oben auch schon mehr als ausführlich diskutiert.

    also, weg mit diesem eintrag!!

    sollte es sich allerdings um eine abgestimmte sachen handeln, bleibt er wohl stehen und damit bleiben auch alles studentischen zusammenschlüsse, aber leider zu hause.

    noch eines: @ verfasser, dieses nicht den tatsachen entsprechenden artikels:

    studentenvervindungen haben sich zusammengeschlossen und sind entstanden aus lesevereinen, weil sie kein geld hatten für ihre studienbücher.
    elitäre kreise, dass ich nicht lache. es gibt genug verbindungen die sind nicht grade reich und nur durch ihr gemeinsames wirken und ihre gegenseitige hilfe überlebensfähig sind.

    genau diese gegenseitige hilfe unter studenten egal welcher rasse, herkunft, etc. würde unserem bidlungsstreik auch mal gut tun.

    also: weg mit diesem eintrag!!

  48. Student001 sagt:

    Liebe Kommilitonen,

    ich kann ja verstehen, wenn man Vorurteile gegen Verbindungen hat, aber ich kann es nicht verstehen, wenn man diese nicht hinterfragt. Wenn eine allg. studentische Bewegung enstehen soll, dann kann nicht in einem solchen Maße polemisiert werden. In Deutschland hatten wir schon oft genug das Problem, dass Vorurteile einer Gruppe gegenüber nicht hinterfragt wurde, aber der Ausschluss eben dieser Gruppe gefordert wird.

    Des weiteren frag ich mich, wie sich Menschen erdreisten können, Verbindungsstudenten jeden Couleurs, eine demokratische Gesinnung abzuerkennen. Ich für meine Person bin seit min. 6 Jahren aktives Mitglied in der SPD und gleichzeitig seit über 3,5 Jahren in einer Studentenverbindung. Aus Erfahrung kann ich Berichten, dass es neben Personen ganz unterschiedlicher Herkunft,Rasse,Religion und politischer Richtung zusammenfinden. Das einzige was ich noch nie getroffen habe, sich radikale Ausrichtungen, sowohl nach Links als auch nach Rechts.

    Wer auf Fairness und Toleranz pocht, sollte diese auch walten lassen.

    Gruss Sebastian

  49. BunryLove sagt:

    Hey, hier kommt noch ne Meinunung: Studentenverbindungen sind nicht immer reich-stimmt wohl- und elitär schonma garnich.
    Machiavelli sieht die Sache bestimmt so: Studentenverbindungen à la Freikorps solln ruhig mitmischen im Streik. Und der Artikel is wirklich n bischen pauschalisierend, obwohl auf eine Verbindung, die n gutes Beispiel sei, mindestens zwei zu finden sind, die in ihrer Praxis und Ideologie eher den “Vorurteilen” des Artikels entsprechen- wenn auch unterschiedlicher coleur.
    Auf jeden Fall separieren sich Burschenschaften, bewerten sich durch eine subjektive Sache/einen subjektiven Ansatz als etwas “Besseres” ( als was Schlechteres wohl kaum und als “gleich auch nicht, denn da würden sie sich nicht als Burschenschaft manifestieren), entwerten damit die “Nicht-Burschenschaftler” und mit diesem” Entwerten” haben sie keinen Ansatz im Sinne von elitär, sondern eher faschistoid.
    Nun soll der Bildungsstreik Gleichheit schaffen- Diskriminierung abschaffen.
    Wie kann man das denn vereinen? Sind denn die-jetz ma kurz für alle pro -Burschenschaftler- dem nicht Angehörenden als Studenten zweiter Klasse anzusehn?

    P.S.: Lesezirkel, ja klar, eher subventioniertes Saufen: jeder der interessiert ist darf frei trinken,wenn er sich dem Pseudoideologiegewäsch aussetzt. -geniale Sache dacht ich mir, aber ab dem fünften Bier war von Großdeutschland die Rede( gehts noch?)[[[... Burschenschaften...nix weiter als ein Deckmäntelchen für hirn-kaputten shit älterer Männer, die ein Plaisier brauchen]]]

  50. Araber sagt:

    Schade, dass hier sachliche Klarstellungen, die z.B. Bildungsdefizite von Menchen wie “BunryLove” und “Diego” bessern würden, hier nicht freigeschaltet werden.
    Das nennt man auch “Repression”, lieber Webmaster!

    @ BunryLove & Diego:
    Burschenschaften sind nicht gleich Studentenverbindungen!
    Der größte Anteil der Studentenverbindungen vermittelt im Gegensatz zu den Burschenschaften des Verbandes “Deutsche Burschenschaft” (=DB) außer dem Ideal unbedingtens Vertrauens und füreinander Einzustehen für seine Verbindungsbrüder keinerlei Ideologien!
    Und es gibt nebenbei eine Vielzahl von Studentenverbindungen nur für Frauen und auch sog. “gemischte” Verbindungen.

    Ganz abgesehen davon, daß unzählige Mitglieder von deutschen Studentenverbindungen ihre Wurzeln in Amerika, Asien oder Afrika haben.
    Die müssen sich von der einen (linken) Seite anhören, sie wären nationalisitisch oder sogar rechtsextrem. Und werden von der anderen (rechten) Seite wegen ihrer Herkunft diskriminiert…

    Es ist wirklich schade, daß viele derjeniger, die angeblich Menschen mit Migrationshintergund helfen wollen, zu faul sind sich mit den Tatsachen zu beschäftigen! Und sich stattdessen auch dem geistigen Niveau Rechtsextremer bewegen.

    Ich als Mitglied einer Studentenverbindung habe arabischen Wurzeln und bin für den Bildungsstreik! Aber nicht gemeinsam mit Menschen, die mich wegen einem farbigen Band an meiner Brust anpöbeln!