Seit nun mehr 40 Tagen wird ein Trakt des “Neuen Seminar Gebäude” an der Universität Leipzig besetzt.
Was ist in Leipzig passiert?
Vor 40 Tagen haben zwei Protesttage dazu geführt, dass sich eine offene heterogene Gruppe von Menschen dazu entschieden hat, die angestoßenen Diskussionen über Bildung im Allgemeinen und der Situation an der Universität Leipzig im Speziellem weiter zu führen. Um diesem Diskurs die Möglichkeit zu geben, sich weiter entfalten zu können, nahmen sich die ProtestlerInnen den nötigen Raum und die nötige Zeit. Dies geschah in Form einer spontanen Besetzung eines Traktes an der Universität Leipzig.
Die drei Abschnitte ‘Ziele der Protesttage’ werden unsere grundlegenden Ziele und die methodische Vorgehensweise verdeutlicht. Diese Ziele können als kleinster gemeinsamer Nenner einer offenen heterogenen Gruppe der ProtestlerInnen verstanden werden.
Ziele der Protesttage:
- Die Protesttage setzen sich die Förderung und die Forcierung einer vollständigen Neubetrachtung von Bildung im gesellschaftlichen Kontext und insbesondere des „Bologna-Prozesses“ auf allen Entscheidungsebenen, unter Berücksichtigung all seiner gesellschaftlichen, ideellen und materiellen Vorbedingungen, zum Ziel. Zu diesem Zweck nutzen die Protesttage alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Kommunikation, Aktion, Vernetzung und der Information. Das Resultat dieser Revision ist offen und von den Protesttagen nicht vorgegeben, denn
- Die Protesttage setzen sich zum Ziel, die Schaffung basisdemokratischer Plattformen zum Zweck dieser Neubetrachtung unter gleichberechtigtem Einschluss aller Betroffenen und Interessierten zu fördern und zu forcieren. Die Plattformen sollen in letzter Konsequenz beschlussfähig sein. Mit der Besetzung eines Traktes des NSG ist zugleich ein erster Schritt für die Schaffung jener Plattformen gemacht.
- Die Protesttage setzten sich zum Ziel, im Folgenden zu der Umsetzung der Konsequenzen aus einer solchen Revision beizutragen.
Die ProtestlerInnen werden sich mit eigenen Aktionen am ‘bundesweiten’ Bildungsstreik in drei Wochen beteiligen. Dieser Bildungsstreik soll als Plattform genutzt werden noch einmal einen öffentlichen Diskurs zu Thema Bildung und deren gesellschaftlichen Zusammenhänge zu entfalten.
Wie ihr seht, ist ein Protest zum Thema Bildung und die damit verbundene kritische Reflexion gesamtgesellschaftlicher Zusammenhänge möglich. Wir haben der Universität Leipzig bis jetzt Raum und Zeit für diesen Prozess abgetrotzt, die Maschine angehalten und einen Ort geschaffen, der eine faktische Möglichkeit bietet, sich als interessiert Menschen gegenseitig zu begegnen, zu diskutieren, gemeinsam zu analysieren, reflektieren und weitere Aktionen vorzubereiten.
Wir wünschen allen anderen Menschen viel Erfolg dabei ähnliches in den nächsten Wochen auf die Beine zu stellen. Macht es nach, macht es mit und macht es besser.
Für Anregungen, Vernetzung, Diskussionen und Kritik schaut auf unseren
Blog: http://protesttage.blogspot.com und kontatiert uns unter gwzhappening@gmx.de
Vor 40 Tagen hätte sich keiner träumen lassen, dass es möglich ist an unserer Universität 40 Tage lang Räume zu besetzen, deshalb frei nach Hesse: Um das Mögliche zu erreichen, muss das Unmögliche versucht werden.

Hey,
echt geil!
Super sache,
hoffe es gibt Erfolg!
Jawohl!